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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1872-01-01 · 1-2 (1872) · p. Seite 112

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
10 (1872)
Issue
1-2 (1872)
Date
1872-01-01
Page
Seite 112 (sequence 115)
Language
German
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112 Recenflonen. für das Texteswort ביר!: steht; er umschreibt vielmehr dasselbe mit einem ähnlich klingenden Worte, dessen Sinn aber ist: der Bildner. ארבי bei demselben zu Gen. 7, 11 (S. 274 Anm. f.) entspricht Wohl dem חרבי des jeruf. Tharg. — Unsicher ist, ob Saad. Gen. 18, 19 das ידעתי wiedergiebt: ich mache bekannt (S. 276 Anm. i), - oi t das müßte rJld punctrrt sein, heißt: ich weiß. יליי־ךג im jer. Tharg. I zu Gen. 21, 20 wie ילף daselbst beim Syrer bedeutet nicht, wie es S. 276 heißt, lehren, sondern: geübt, und ist darin keine Beziehung auf רב, Lehrer, zu suchen. Für Exod. 4, 6 wird das Motiv, welches die Uebersetzer veranlaßte, das נלצרעת wegzulassen oder zu verwischen, und welches in dieser Ztschr. Bd. IX S. 90 nachgewiesen ist, hier S. 283 verkannt. — Die Behauptung auf S. 294, daß Raschi's Commentar unter den persischen Juden zu Tavus' Zeit nicht bekannt gewesen, woraus der Vfr. schließen will, T., der Raschi stark benützt habe, müsse in Constantinopel gearbeitet haben, ist mehr als kühn. — Daß Saad. בגד Gen. 30, 11 mit: es kam die Nachricht, übersetzt, hätte der Vfr. (S. 322 Anm. ä) nicht bezweifeln sollen, da bereits Dunasch diese Auffassung des Saad. (בא זרהגד) bespricht. Auf S. 327 mißversteht der Vfr. den samarit. Uebersetzer, der אל תותר Gen. 49, 4 mit לתותר wiedergiebt, was nichts anderes als לא תותר ist, wie solche Abkürzung im Samaritanischen häufig ist. Jedoch es sei mit diesen einzelnen Bemerkungen genug! Im Allgemeinen hoffen wir, daß die richtige Erkenntniß über Jakob Tavus und dessen persische Pentateuch-Uebersetzung durch die Arbeit des Hrn. Vfrs. nunmehr auch über den weiteren Gelehrtenkreis sich verbreiten werde; ihm selbst aber möchten wir für seine Arbeiten Beschränkung auf den Gegenstand, Wegfall eines weitläufigen Andern entlehnten Apparates (der überflüssig ist, selbst wenn die Quelle genannt wird, was der Vfr. oft unterläßt), Knappheit der Darstellung dringend anrathen. Ebenso wäre es gut, wenn er Kraft und Wissen, Fleiß und Einsicht nicht gerade dem Gebiete des Persischen dienstbar machen wollte; dieser Boden bleibt doch steril, wenn ihm auch noch so viele Mittel zugeführt werden ihn zu befruchten. Der Vfr. beweist es in diesem Buche zur Genüge, daß es ihm an Fähigkeit und umfassenden Studien nicht gebricht, um auch sonstwie Tüchtiges zu leisten. 25. März.

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