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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1872-01-01 · 1-2 (1872) · p. Seite 111

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
10 (1872)
Issue
1-2 (1872)
Date
1872-01-01
Page
Seite 111 (sequence 114)
Language
German
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Kohut, persische Pentaleuch-Uebersetzung. 111 an zusammenstellt, ist doch offenbar ohne allen Belang; weniger kann sich in einer jüdischen Uebersetzung aus jener Zeit wahrlich nicht finden, und dabei ist noch gar Manches wie zu Gen. 1, 29, Exod. 12, 4; 16, 29 und A. gepreßt. — In Betreff von כפתו״ Exod. 25, 31 (S. 191) übersieht der Vsr., daß das aram. חזור, also bei Peschito, Samar. und Thargumen nichts Anderes als ״Granatapfel" bedeutet. — Wenn für נלשקדים Exod? 25, 33. 34; 37,19. 20 jer. Tharg. setzt בלשקעץ בציררידגרן und Onkelos כלציירין, so ist das wieder eine ungeschickte Abkürzung des letzteren aus dem ersteren, und ist das Verhältniß nicht umzukehren, wie der Vsr. S. 192 thut. — Der sam. Uebersetzer zu Lev. 17, 6; 25, 49 übersetzt שאר mit עבליר, dem giebt man nun ohne allen Grund (S. 199) die Bedeutung ״das Nächste"; der Uebersetzer verstand aber das Wort nicht, las das bekanntere שאיר und übersetzte frischweg dieses. Ob Tavus das jerusalemische Thargum gekannt, ist noch sehr zweifelhaft, da sich für die angeblich aus ihm gemachten Entlehnungen näherliegende Autoritäten vorfinden, z. B. für Gen. 4, 7 (S. 226 f.) Onk. mit ״-sb ישתבע (vgl. noch Raschi und A. E.). Exod. 38, 8 (S. 229) weiß der gute Tavus nicht, was er mit den Worten machen soll und setzt etwas hin, was er ebensowenig wie sein Leser versteht, aber das jer. Tharg. ist dafür nicht verantwortlich. Num. 11, 8 folgt Tavus der Aggadah ebenso wie das jer. Tharg. — Neben Saad., Menachem und A. E. brauchte Tavus zu Num. 24, 8 wahrlich nicht das jer. Thargum, und einige andere Stellen sind so unbestimmt und unerheblich, daß eine Behauptung auf sie zu stützen unthunlich ist. In der Stelle Gen. 1, 27 und Parall. mag Tavus allerdings zunächst Saad. gefolgt sein (S. 231 f.), doch sind die andern älteren Uebersetzer daselbst von Hrn. K. nicht genügend gewürdigt und namentlich übersehen, daß die Lesarten in Onkelos sehr abweichen, ebenso läßt die Behandlung von Gen. 49, 17 (S. 243 f. fast vollständig wiederholt S. 281) Vieles zu wünschen; der arabischsamarit. Commentator, der S. 353 nachgebracht wird, bezieht, wie auch die Aggadah, die Stelle auf Simson. — Sehr unsicher spricht sich der Vsr. zu Deut. 21, 12 (S. 267) über das Verhältniß des Onk. zu Akiba aus, und die Uebersetzung des jerus. Tharg. I daselbst scheint er gänzlich zu mißverstehn. — יעורח£ bedeutet bei dem sam. Uebersetzer Deut. 32, 4 schwerlich ״Fels", wenn es auch dort

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