Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 10 (1872)
- Issue
- 1-2 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 104 (sequence 107)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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104 Recensienen. der Anmerkung auch auf Lorsbach's Ansicht. Dabei blieb es auch für alle späteren durch ihn besorgten Auflagen. Unterdessen aber hatte Munk im I. 1838 in einem Anhänge zum 9. Bande der Cahen'schen französischen Bibel (Jesaias) — der auch in besonderem Abzüge (112 Seiten) erschienen — die vielen Beziehungen grundlegende Notice sur Rabbi Saadia Gaon et sa Version arabe d’Isaie, - et sur une Version Persane manuscrite de la Bibliotheque royale etc. veröffentlicht. Hier ist nur gelegentlich von der Uebersetzung des Tavus gehandelt; der Raum, welcher für die persischen Uebersetzungen verwendet wird (S. 62—87), ist vorzugsweise den handschriftlich in Paris befindlichen gewidmet. Während er diese in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts setzt, sagt er (S. 64) über die des Tavus: il suffit de jeter un seul coup d'oeil sur la version de Rabbi Yacob pour 86 convaincre qu un tel langage persan ne peut surmonter ä une epoque oü la langue persane se parlait et s’ecrivait encore avec beaucoup de purste, et oii 168 mots arabes n'y abondaient pas encore ... Si je ne me trompe, Rabbi Yacob est un ecrivain tres-moderne, et il me semble meine resulter des termes dont se sert ä son egard l’editeur du Pentateuque de Constantinople, que c’etait un contemporain, et que sa version etait, des Torigine, destinee ä cette edition du Pentateuque. Ueber den Charakter der Uebersetzung sagt M., daß sie sich durch eine knechtische Treue, die noch die der Pariser handschriftlichen übersteigt, auszeichnet, so daß man oft das Persische nicht ohne Zuhülfenahme des hebräischen Textes verstehn wird, daß sie oft sich der Führung des Onkelos überläßt, vielfach mit der Handschrift vollständig übereinstimmt und es demnach wahrscheinlich ist, daß Jakob die ältere Uebersetzung benützt, und nur noch mit größerer Aengstlichkeit sich dem Buchstaben des Textes angeschloffen hat. Zunz begleitet (meine wissensch. Zeitschr. Bd. IV 1839 S. 391) das Resultat über die Zeit des Jakob Tavus mit einigen zustimmenden Bemerkungen und sagt außerdem: ״Ueberdieß kommt bei Mose Alschech (RGA. N. 103 f. 45—46c, vgl. Kore ha dorot f. 41b), etwa aus der Zeit um 1570 *), ein R. Jacob ben Jisachar טאוס 1j Daß 1750 ein bloßer Druckfehler ist, kann Keinem entgehn, und ist es sehr auffallend, wie dies Hr. Kohut (S. 10 Anm. k) übersehen konnte. Umgekehrt ist יעגפולר bei Alschech keineswegs Schreib- oder Druckfehler, wie K. behauptet, da Jakob Tavus (ben Jisachar), der Correjpondent des Alschech, nicht zu identificiren ist mit I. T. (b. Joseph), dem Uebersetzer.