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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1872-01-01 · 1-2 (1872) · p. Seite 66

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
10 (1872)
Issue
1-2 (1872)
Date
1872-01-01
Page
Seite 66 (sequence 69)
Language
German
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66 yi. Ko Hut, das Buch Tobias. zum Avesta" S. 41 gegen seine frühere Annahme ״welches aus drei Burgen besteht'׳ x) richtig erklärt, ist Lhrizantu: dreisamig (von zan, skt. jantu vgl. yevog, genus, geas), wie auch die Huzvaresch- Uebersetzung ״ סי תוהבלךdrei Samen habend" wiedergiebt. Die (daselbst) mitgetheilte Glosse sagt zur nähern Erklärung Folgendes: ״Ragha ist Atropatene; manche sagen Nai. Die Dreisamigkeit ist die, daß Priester, Krieger und Ackerbauer gut von dorther sind. Manche sagen Zartust (Zoroaster) sei von jenem Ort gewesen" u. s. w. In Uebereinstimmung mit dem letzten Passus heißt es auch Pa^na XIX, 51: ״Von den Gegenden, welche außer dem zarathustrischen Reiche sich befinden, hat vier Herren das zarathustrische Ragha (vgl. hierzu die Note Spiegels, Avesta-Ueb. II. S. 100; Windischmann, Zoroast. Studien S. 48). Daraus erhellt nun, daß in Raga die zarathustrische Religion herrschte. Ein Gleiches gilt von Ecbatana, welches ebenfalls rrjg MeSlctg zubenannt (Tobias III, 7) und neben Ragha unter dem Namen Hagmatana^) in der Bisutuninschrift bereits angeführt wird. (Windischm. Z. St. S. 145). Also auch dieser, nächst den aus dem Buche geschöpften innern Beweisen der Verwandtschaft mit persischen Ideen und Vorstellungen, wichtigste Beweis, den die Geographie und Topographie des Buches Tobias uns an die Hand giebt, spricht dafür, daß dasselbe auf persischem Boden abgefaßt wurde. Die nicht minder wichtige und noch der endgültigen Lösung entgegenharrende Hauptfrage wäre nur noch die, in welche Zeit die Abfassung zu versetzen sei. Bei den ganz und gar versiegten Quellen, aus denen für die Beantwortung dieser Frage zu schöpfen wäre, ist es nicht leicht zu einem sicheren Resultat zu gelangen. Alles was erreicht werden kann, wird nur eine mehr oder weniger der Wahrheit nahekommende Vermuthung sein können. 1j Noch jetzt sollen in den Trümmern von Rei (das frühere Ragha) Spuren dreier Citadellen sich finden, vgl. Ritter, Asien VIII, I. 598; Brugsch, Neve der königt. preuß. Gesandtschaft in Persien I, 228 fg. 2) Ueber Eebalana vgl. die sehr instruetive Bemerkung Ilgens S. 159 Aum. t. Daselbst wird auch auf Esra VI, 2: אדזבלתא בי־ו־יתא די ינליי בלדיבתא verwiesen. Auch ich zweifle nicht, daß Achmeta das bei den griech. Schriftstellern vorkommende *Avßdrava (Ecbatana) ist, nur möchte ich es lieber mit HagmatLna der Bisutuninschrift zusammenstellen. So möchte ich auch 2 חכלת Kön. 17, 30 als abgekürzt von אחבלתא und אטויבלח als das pers. Aeshma betrachten.

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