Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 10 (1872)
- Issue
- 1-2 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 60 (sequence 63)
- Language
- German
- Belongs to
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60 YI. Kohitt, das Bach Tobias. (namentlich der Weiße) das ständige epitheton ornans: Düraosha den Tod fern haltend erhält; vgl. Aatzn. IX, 5. 10; XI, 2. 7; XXXII, 14; XLI, 32, vgl. auch Bundehesh 64, 4. Analog mit der genannten vorzüglichen Bedeutung Haomas gehört auch zu Raphaels Attributen in erster Reihe die Heilkunde, wornach er genannt wird ,,der Heilende" oder auch im Buche Tobias: Azarjah ״die Hilfe Gottes". Auch nach Traktat Joma 23 a, Derech Erez C. 4 gehört zu -den vorzüglichsten Agenden Raphaels das Heilen 1). Daß er auch nach Cap. YI, 4 den jungen Tobias Herz, Galle und Leber des Fisches, den dieser erlegte, bewahren heißt und mittelst des Räucherns von Herz und Leber Aeshmadai vertrieb, ist bereits oben angeführt worden. Bei der Ankunft in Riniveh hatte er ferner mittelst der Galle des Fisches die Leucomata des alten Tobias geheilt (Cap. XI, 7 fg.).;׳) Wir erwähnten bereits oben, daß Aeshmas Hauptgegner ^raosha und Haoma sind. Ersterer besiegt ihn moralisch, wie denn ^raoshas Waffen, die er gegen die Daevas schwingt (Y6nä. XIX, 53), geistiger Natur sind, nämlich: der Ahuna-vairya und der Ia^na Haptaghäiti (Z)ac:n. LYI. 9. 5). Letzterer überwindet ihn mit physischen Mitteln. In derselben Weise obsiegt Raphael über Aeshmadai geistig oder moralisch durch die vorgeschriebenen Gebete und Physisch durch das erwähnte Mittel des Räuchernlassens mittelst Herz und Leber des Fisches. Aber auch darin gleicht 1]) Raphael den Genien l^raosha und Haoma, daß, so wie ersterer Hauptfeind Aeshmas und der mazanischen (mazandrischen) Daevas ist (Aa^na LVI, 12. 5): so besiegt auch Raphael Aeshmadai und verbannt ihn nach der mazandrischen Grenze (siehe oben). So wie ferner Raphael Aeshmadai daselbst fesselt, so bringt auch nach einer alteränischen Sage Haoma den Fragraee gefesselt herbei, damit Kava-Hu^rava ihn schlage (vgl. It. 9, 18; 17, 37 und It. 5, 49; 9, 21; 13, 132; 14, 39; 17, 41; 19, 74; Vgl. Justi Zendlex. 8. v. Iranra^an S. 196. Sehr ausführlich handelte darüber Spiegel ״eränische Alterthumskunde" S. 584 fg., siehe besonders S. 653 fg. 2). נ) Vgl. Näheres Angelologie S. 35. 2) Bei sonstigen vielfachen Berührungspunkten des Buches Tobias mit dem Buche Hiob, nach dessen Muster jenes angelegt wurde (vgl. Ilgen t. 6. S. 6 fgO, müßte es anffallen, daß im B. Tob. nicht von Saran, sondern stets von Aeshmadai die Rede ist, wenn der Verfasser der Dichtung sich nicht