Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 10 (1872)
- Issue
- 1-2 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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22 III. Zur Nakdanim-Literatur. c. 19—22, l). Bei uns wird derselbe in einem kurzen Kalenderjahre ganz mit dem folgenden, Balak, verbunden. Nicht so in der alten Zeit und, wie es scheint, noch heute in Jemen; da zertheilte man ihn, verband den ersten Theil bis 20, 21 mit dem vorangehenden Abschnitte, Korach, und blos die andere Hälfte mit dem folgenden (S. 190). In Betreff der Sedarim finden wir bei dem Vfr. eine Eintheilung, die er genau angiebt und die uns bis jetzt unbekannt war, indem sie sowohl von der alten als auch von der späteren maßorethischen abweicht. Während nämlich von einer alten Eintheilung in 175 solche kleinere Abschnitte in Jeruschalmi und Soferim berichtet wird — die wir aber nicht nach ihren Anfängen kennen — giebt der Vfr. eine solche in 167 an, die genau nach den Wochenabschnitten und nach ihren Anfängen ausgezählt werden (S. 111 ff.). Ein Seder fehlt jedoch in dem Abschnitte Nasho (S. 120), wo die Hauptsumme als fünf angegeben wird, jedoch nur vier aufgezählt werden. Wahrscheinlich ist ein solcher an der Stelle כי 11 ,5) תעגטה), der in der Maßorah bezeichnet wird, irrthümlich ausgefallen. Die Maßorah nämlich, wie sie Jakob b. Chajim mittheilt, giebt die Anzahl der Sedarim auf 154 an, die sie auch einzeln aufzählt, wobei sie nicht blos 13 weniger hat, sondern auch sonst noch viel abweicht; auch diese Zahl führt seltsamer Weise der Vfr. (S. 150) an, ohne den Widerspruch mit seiner früheren Angabe zu bemerken. Wenn Hr. D. die Zahl, welche nach Jakob ben Chajim in die rabbinischen Bibeln ausgenommen ist, auf 153 bestimmt und zwar indem er dieselbe für die Genesis mit 42 angiebt, so ist dies unrichtig, vielmehr enthält Genesis 43 Sedarim, nur ist in unfern Drucken, wie Heidenheim schon bemerkte, ein Seder ausgefallen, nämlich an der Stelle 8, 1, den auch unser Vfr. für seine Zählung angiebt, so daß die Gesammtzahl richtig 154 ist. Woher diese immer zunehmende Verminderung der Sedarim-Anzahl rührt, dafür bietet sich keine volle geschichtliche Erklärung. Noch eingreifender ist die Untersuchung über die Anzahl der Verse im Pentateuch. Der Gegenstand ist seit einem Menschenalter erledigt, und auch auf manches Resultat in der Geschichte der religiösen Ansichten, das sich daran knüpft, ist zur Genüge hingewiesen. Dennoch erneut sich die Verwirrung immer wieder, und auch Hr. D. hat sich von ihr nicht frei gehalten. Die Sache ist nämlich kurz folgende. Uebereinstimmend geben die maßorethischen Angaben die