Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 10 (1872)
- Issue
- 1-2 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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in. Zur Nakdanim-Literatur. 21 und Staininbuchstaben bei unserm Nakdan mit זהדים והקבות, Männer und Frauen, diese als die Empfangenden, jene als die Hinzutretenden, und Hr. D. bemerkt (S. 155 Anm. 1) richtig, daß Wohl das Büchlein des Moses Gikatilia, welches diesen Titel führt, in seinem Inhalte dieser Bedeutung entsprach und nicht, wie man bisher annahm, über Masculina und Feminina handelte. Inhaltlich erhalten wir, wie gesagt, kaum eine neue Belehrung. Was der Vfr. uns über die Doppelaussprache des Resch durch die Palästiner mittheilt und was Hr. D. noch weiter darüber anführt (vgl. besonders S. 151 und S. 186 ff), giebt uns keine klare Vorstellung davon. Es ist wohl ziemlich sicher, daß die eine Zeit lang in Palästina vorherrschende griechische Sprache mit ihrem Spiritus asper und lenis aus dem Rho diese Doppelaussprache auch für das Resch bewirkte, die sich dann mit dem Schwinden des griechischen Einflusses wieder verlor (vgl. meine wissensch. Zeitschrift für jüd. Theologie Bd. V S. 273 Anm.). Noch weniger erfahren wir über das umhüllte (בלכלוך) Sain, das vielleicht mit dem oben besprochenen Abstoßen im Zusammenhänge steht. — Zuweilen zeigt auch der Vfr. Schwächen, auf die Hr. D. nicht immer aufmerksam macht, wie wenn er z. B. S. 58 unten in den Infinitiven und עפו־וזו das Pual verkennt und meint, Schurek stehe statt Pathach. Wichtiger ist es, auf die selbstständigen Bemerkungen, namentlich die Excurse des H. D. aufmerksam zu machen. Der erste beleuchtet manches bibliographische Dunkel und bietet neues Material zur Auffindung des unbekannten grammatischen Werkes Rikchah oder Korchah. Der zweite macht auf in Jemen aufbewahrte alte Trümmer aufmerksam, die, in Zusammenhang gebracht mit anderweit uns zugänglichen Traditionen, manchen Aufschluß geben. Der dritte bietet Helle Ansichten über das Accentuationswesen, ich erlaube mir dabei auf meine ältere ,,wissensch. Zeitschr. f. jüd. Theologie" Bd. IV S. 153 zu verweisen. — Zu einer weiteren Besprechung fordert der vierte Excurs auf, welcher über die Eintheilung in Paraschen (Wochenabschnitte), in Sedarim und über die Anzahl der Verse im Pentateuche handelt. In Betreff der ersten ist der Nachweis von Interesse, daß die bei uns getrennten Abschnitte Nizabim (Deut. 29, 9—30 Ende) und Wajelech (c. 31) ursprünglich nicht getheilt, blos eine einzige Paraschah Nizabim bildeten, die nur, wenn die kalendarische Bestimmung es nöthig machte, in zwei Hälften zerlegt wurde (S. 224). Aehnliches Zerfahren wir über Abschnitt Chukath (Num.