Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 10 (1872)
- Issue
- 1-2 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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III. Zur Nakdanim-Literatur. 19 delten Gegenstände sind, von hohem Interesse; bietet jenes inhaltlich nichts Selbständiges, so ist doch die eigenthümliche Form, seine Herkunft aus einer ganz entlegenen Gegend, deren Fremdartigkeit sich überall abprägt, sehr anziehend. In der Behandlung D.'s werden die Gegenstände mit Gelehrsamkeit, die auch Unbekanntes beibringt, mit feinem Spürsinne der Art beleuchtet, daß mannichfache Belehrung dargeboten und das geschichtliche Gebiet fruchtbar angebaut wird. Das uns dargereichte Detail läßt sich nicht ganz wiedergeben und verfolgen, doch verdient Einzelnes hervorgehoben zu werden, das zum Theile auch Berichtigung und weitere Ausführung zuläßt und verlangt. Vor Allem fesseln unsere Aufmerksamkeit die eigenthümlichen Kunstausdrücke; wir überblicken sie in dem sie zusammenstellenden Index, und sie finden zumeist von Hn. D. treffende Erklärung. Doch bleibt alsbald der erste!אוגידד dunkel, so sicher der Sinn ist, nämlich die Anomalie, welche die Beibehaltung des leichten Dagesch in Begadkhefath zuläßt, obgleich es nach der feststehenden Regel wegfallen sollte; die Vermuthung des Hn. D. auf S. 171 ist sehr, unwahrscheinlich. — Einer genaueren Erklärung bedürftig, aber auch fähig, ist das Wort!זרתזד; es wird vom דרבן gebraucht, d. h. von dem Stäbchen, das zuweilen am Anfänge eines mit Sakef versehenen Wortes hinzugefügt wird, wodurch vor Ueberstürzung im Lesen gewarnt und aufmerksam gemacht werden soll, daß auch der andere Theil des Wortes festgehalten und scharf ausgesprachen werde. So kommt es vom ,,Dorban" noch 90, 3. 11 und 86, 2 vor, aber auch von dem begleitenden Tone Marekhah, welcher, wenn er sich unmittelbar an den mit Tipcha versehenen Buchstaben des folgenden Wortes drängt, angehalten und scharf ausgesprochen werden soll, עגבררזד ומנותזית, gebrochen, d. h. von dem engen Zusammenhänge losgelöst und herausgestoßen, während, wenn das mit Tipcha versehene Wort den Ton erst später hat, die Besorgniß vor einer Verschluckung des vorangehenden Marekhah nicht obwaltet, dieses daher ruhig ohne scharfes Herausstoßen betont werden kann, 4 ,102) נלירעגבת בלא ff.). Das Wort (Stamm בתז, wie ihn auch unser Vfr. gebraucht), welches mischnaitisch die Bedeutung: abstoßen, hat, wird bereits in der jerusalemischen Gemara, wenn auch nicht in dem bestimmten technischen Sinne, so doch im Allgemeinen von der scharfen Aussprache gebraucht. Eine solche nämlich wird in den drei Abschnitten des 2*