Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 10 (1872)
- Issue
- 1-2 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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III. Zur Nakdanirn-Literatur. 13 sie hat Setzung und Weglassung des s. g. Dagesch noch auf andere Fälle ausgedehnt. Sie hat durch dasselbe die Festhaltung eines Buchstaben mit der ihm ungehörigen Vocalisation oder auch Nichtvocalisation, d. h. bloßen Setzung eines ruhenden Schwa, bezeichnet. Wir begegnen Worten wie ינןרך (l Sam. 28,10), נלפןדש (Exod. 15,17), 1) ךזדעיבלדז Sam. 1, 6), הראיתם (das. 10, 24. 17, 25. 2 Kön. 2, 36), תביאו (Lev. 23, 17), gar הצפינו (Exod. 2, 3), ר* אמרו לא (Gen. 19, 2 und sonst), קובלה צאו (Exod. 12,31) und Aehnlichem. Diese Punkte, welche lediglich vor einem Zusammendrängen von Buchstaben oder Vocälen warnen sollen, blicken uns ganz seltsam an und verwirren statt zu belehren; Buchstaben, die grundsätzlich ein Dagesch nicht annehmen können, wie Ales und Resch, erscheinen ganz unerwartet mit einem solchen, andere haben dasselbe auffallender Weise am Anfänge des Wortes, in wieder anderen Fällen begegnen wir ihm in der Mitte des Wortes und werden wir zu vermuthen veranlaßt, man habe es mit einem schwachen Stamme zu thun, bei dem ein Buchstabe ausgefallen, während dies durchaus nicht der Fall ist und nur die Aengstlichkeit späterer Punctatoren uns damit beschenkt. Wiederum hat dieselbe eine ganze Reihe von Wörtern, die den Ton auf penultima haben, wie ,כבדה ,המה ,אלה אנה und dergleichen, mit einem solchen Punkte ausgestattet ohne ersichtlichen Grund als blos ihrem phonetischen Gefühle genugzuthun, während die alte assyrische Punktation den Punkt da gar nicht kennt. Die vorletzten Ausnahmsälle werden nun meistens als dem Gebiete des Dagesch angehörig betrachtet, sie sind richtiger dem Gebiete des Map pik zuzuweisen, d. h. bestimmt, die deutlichere Hörbarmachung eines Buchstaben zu verlangen, der sonst leicht verschluckt wird. Was hier lediglich das Zusammenwirken mannichfache Umstände gebietet, das geschieht regelmäßig bei dem He, wenn es als Suffix mit vorausgehendem Kamez ה erscheint. Das mag nun umsomehr als auf den richtigen Sinn hinweisend anerkannt werden, als auch nicht selten ה paragogisch vorkommt, beide Fälle dadurch auseinandergehalten werden. Um so verwirrender ist jedoch, wenn, wiederum aus bloßer phonetischer Künstelei, das Mappik, wo es mit Recht erwartet wird, dennoch zurückbleibt, weil das folgende Wort den Ton an seinem Anfänge hat, wie wir drei Mal deßhalb לה lesen. Ueberflüssig ist ferner das Mappik wieder, wenn es dasjenige He ziert, welches Stammbuchstabe ist,