Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 9 (1871)
- Issue
- 1 (1871)
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 79 (sequence 82)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2420973-2421017-2421018--2670-2423763- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Aus Briefen. 79 Forscher vorliegt. Ob diese Inschrift unter denen vorkommt, von welchen in der Zeitschrift Jahrg. 3 p. 133 Mittheilung gemacht ist? Von Hrn. Rabb. D. Oppenheim, Groß Becskerek 7. Jan. 69. Ihre Abfertigung Virchow's (Bd. VI S. 279) hat mich gefreut. Ich mache noch auf die Stelle Moöd katon 27 b aufmerksam, woraus das hohe Alter der Wohlthätigkeits-Gesellschaften und Beerdigungsvereine חבורות unwiderlegbar hervorgeht: חבורתא ״ איכא בנלתאes ist eine Gesellschaft am Orte" (die die Bestattung der Todten sich zur freiwilligen Aufgabe macht). Bezüglich der Bemerkungen des Hrn. Prof. Levh VI S. 297, worüber derselbe sich ausführlich in dessen bereits erschienenen Siegel und Gemmen S. 33 ausspricht, habe ich zu ergänzen, daß Thiersymbole, wenn dieselben nicht götzendienerisch verehrt wurden, und selbst Figuren von Menschen, wenn dieselben nicht vollständig eingravirt waren [d. h. wenn sie auf dem Siegelringe nicht hervortreten, sondern in denselben eingegraben waren. G.], in Siegeln auch in späterer Periode gestattet waren. Abodah sarah 43 b heißt es in einer Baraitha: alle Figuren sind erlaubt mit Ausnahme von der des Menschen. Eine andere Bar. das. (aus der Thoßeftha) verbietet den Ring, dessen Siegel hervortritt (בולט), sagt jedoch von dem, dessen Siegel eingesenkt ist (טבעת שהותנלד שוקע), man dürfe den Ring zwar behalten, aber nicht damit siegeln. Also es gab solche Siegel, und deren Gebrauch wurde wohl erst später verboten. Man bediente sich sogar, wie noch heute bei den türkischen Juden, anstatt der Unterschrift gewisser Embleme und Symbole, die ohne Zweifel auch in den Siegeln eingegraben wurden. So heißt es von einem babylonischen Lehrer (Gittin 36 a und 87 b) er habe statt seiner Unterschrift einen Fisch abgebildet (צייד כוורא), von einem Andern, er habe einen Palmenzweig (חרותא), von einem Dritten, er habe einen Mastbaum (בלכותא) zum Zeichen gebraucht. Von Hrn. Prof. Dr. Levy, Breslau 27. Febr. 69. Von d6 Vogüe’g palmyrenischen Inschriften wird Sie manche sehr interessiren, besonders eine sicher von Juden herrührende Grabschrift, N. 65: קברא דכה! ב[ת] עלבלא [עם] תצבי[ת]ה כלה ע[בד]ו בלן כ[יסה]ון זביד[א ושבל]ואל ב[בי] לוי בר יעקוב בר טומואל ליקר לוי ולאהיהון) ולבכידון ולבכי בכידון לעלבל]א בירח G.) אבוהי [להון 523 כיהן שכת (seleuc. Ae.) d. i. 212 n. CH.