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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1871-01-01 · 1 (1871) · p. Seite 75

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
9 (1871)
Issue
1 (1871)
Date
1871-01-01
Page
Seite 75 (sequence 78)
Language
German
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Umschau. 75 in welcher er bereits S. 4 Anm. 3 bemerkt, er werde noch mit unwiderleglichen Beweisen darthun, daß der P. zugeschriebene Commentar ihm nicht angehöre. Dies thut er denn auch S. 28 ff., indem er durch Nebeneinanderstellung der Glossen zu Jesaias 5 mit den einschlägigen Stellen aus Kimchi's Wörterbuch nachweist, daß dieselben lediglich ein wörtlicher Auszug aus diesem sind. Der Vsr. hat meine frühere ausführlichere Begründung nicht gekannt ג), dadurch ist er aber gleichfalls in einen Jrrthum gerathen, der seinen Nachweis unvollständig macht. Denn während er die in Frankens Kalatajud, nicht angegeben, der Uebersetzungsort aber aus Salerno in Palermo verschrieben war, oder aber er hat aus der Erinnerung geschrieben und das Eine vergessen, das Andere im Jrrthume verwechselt. P. ist viel zu unselbstständig, als daß er eine besondere Monographie verdiente. Dieselbe ist fleißig bearbeitet, jedoch mit nicht ganz zulänglichen Mitteln und bedürfte der Berichtigungen, auf die jedoch einzugehen überflüssig ist. ג) Hrn. Di׳. W. sind auch andere Arbeiten von mir entgangen, sonst würde er auf S 37 f. bei der Angabe der Autoren, welche Parchon anfüh-- ren — wobei er sich eng an Znnz aus dem I. 1845) hält — nicht die zwei ältesten übergangen haben, nämlich: 1. Josef Kimchi, wie ich in Ozar nechmad Bd. I (1856) S. 105 angegeben, 2. Josef Bechor Schor zu 1 Mos. 33, 6, wie ich gleichfalls bereits in Parschandatha (1855) hebr. S. 40 (deutsch S. 30 f.) nachgewiesen. Der Umstand, daß zwei nur wenig jüngere Zeitgenossen, Männer von anerkannter Bedeutung, sich dieses Werkes bedienten, giebt ihm einen höhern Werth als die Benützung desselben durch untergeordnete spätere Sammler. Für Bechor Schor war das Werk, welches auf den richtigen in der arabischen Schule erkannten grammatischen Grundsätzen ruhte, gewiß von großem Nutzen; Josef Kimchi dient es blos nebenbei. Von David Kimchi darf angenommen werden, daß ihm ein Buch, welches seinem Vater Vorgelegen, nicht unbekannt geblieben, allein er betrachtete es eben nur als eine Uebersetzuug des Abulwalid'schen Werkes, von dem ihm noch andere Uebersetzungen Vorgelegen. Daß P. dem Nachrnanides bekannt gewesen, läßt sich aus der S/38 f. nachgewiesenen Uebereinstimmnng in einer Stelle nicht erhärten; es mag eine gemeinschaftliche Quelle von beiden Autoren benützt worden sein. — Seltsam ist, daß der Vsr., nachdem er S. 37 — nach Zunz z. Gesch. u. Lit. S. 111 f. — unter den P. citireuden Autoritäten anführt ״die bei der großen Maßora gedruckten Regeln über Punkte und Accente, welche Moses der Nakdan oder Chasan aus London... verfaßt hat", dann auf S. 38 nochmals sagt, er werde angeführt ,,in der grammatischen Abhandlung, die hinter der Buptorf'schen Bibel abgedruckt ist, verfaßt von Jakob ben Chajim Jbn Adonia". Diese Abhandlung ist eben die d»s Moses Nakdan, während Jakob ben Chajim blos ein Vorwort zur Übersichtlich geordneten Maßorah anfüat, das mit dieser Abhandlung in gar keinem Zusammenhangs steht.

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