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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1871-01-01 · 1 (1871) · p. Seite 70

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
9 (1871)
Issue
1 (1871)
Date
1871-01-01
Page
Seite 70 (sequence 73)
Language
German
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70 IV. Geschichte der hebräischen Sprachwissenschaft. wie bereits Pinsker bemerkt (Lickute S. 159 ff.)1), der ihnen erwidernde Schüler Dunasch's. Es waren drei Männer: ben Kapron, Isaak Gikatilia und Jehudah ben Daud. Der erste, über den der Dunaschite würde- und geistlos als über den frechen Ziegenbock (capra) witzelt, ist sonst nicht bekannt; er mag der Dichter unter ihnen gewesen sein, der, nach Dunasch's Vorbild, die Verse einleitend geschmiedet. Auch der zweite, der nicht minder plump geschmäht wird, kommt sehr spärlich als Dichter und Grammatiker vor, ohne daß wir Näheres über ihn wissen. Der dritte wird ganz besonders hart mitgenommen, er scheint die eigentliche Vertheidigung verfaßt zu haben, und der Dunaschite spritzt gegen ihn den giftigsten Ingrimm aus und wirft ihm wiederholt in den vulgärsten Ausdrücken vor, seine Vorfahren hätten dem Chriftenthume gehuldigt. Die Anklage mag insoweit historisch begründet sein, als etwa dessen Vorfahren, in einem christlichen Theile Spaniens lebend, eine Zeit lang unter dem Drucke der Verfolgung scheinbar das Christenthum bekannt haben, bis sie entfliehen konnten und in einer andern Gegend eine Zuflucht fanden, in welcher der Islam herrschte. Man merkt es der schäumenden Wuth des Dunaschiten an, daß er in diesem Jehudah b. Daud — den er auch dem Versmaße zu Liebe abgekürzt nennt: Hudah b. Dud — den ihm gefährlichsten Gegner erkennt. Und ein solcher war er auch. Denn es ist kaum zu bezweifeln, daß er derselbe mit dem später mit Recht so berühmt gewordenen Chajug^ ist. Das hatte schon Pinsker vermuthet. Hr. Stern aber weist drei Stellen nach 2), in welchen die Schüler Menachem's fast wörtlich dasselbe sagen, was Chajug" in seinem Büchlein über die Punctation (Nikkud) sagt. Es scheint demnach, daß dieses Büchlein der erste selbstständige schriftstellerische Versuch Chajug^s gewesen, der wirklich noch sehr mangelhaft ist, während erst die zwei andern Schriften: über die schwachen Stämme und über die mit einem Doppelbuchstaben die Grundlage zu einer wissenschaftlichen Grammatik wurden. Denn allerdings erkennen wir in der Vertheidigung Menachem's den spätern Meister noch nicht. Der eigentlichen Vertheidigung geht BeLh in 15 •3 בי״הויבות und 19 •3 ובצורות ist mit Pathach zu punetiren uud Z. 20 ist nach בר* או noch אל ein zu fügen. ף Allerdings verdienen seine soustigeu Hypothesen, auch daß b. Kaprou Efrairn gebeißen, der Vater Zebi, keine Beachtung. 2j S. 53 und Anm. 9. S. 56 mit Anm. 7 und Anm. 9.

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