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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1871-01-01 · 1 (1871) · p. Seite 68

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
9 (1871)
Issue
1 (1871)
Date
1871-01-01
Page
Seite 68 (sequence 71)
Language
German
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IRI
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68 IV. Geschichte der hebräischen Sprachwissenschaft. weisen zu müssen, weil es חרנך heißen müsse, ohne zu bedenken, daß wir allerdings hier die seltenere Pausalform vor uns haben, sie aber doch zuweilen vorkommt; er selbst aber leitet es von חנך ab (S. 63 f.), über den Sinn laßt er uns im Unklaren, aber auch über die Punctation, da wenn das Wort ein Participium sein sollte, das Nun mit Zere punctirt werden müßte. So sehen wir denn an Beispielen, die noch vermehrt werden können, daß D., trotzdem ihm ein feines grammatisches Gefühl nicht abzusprechen ist, doch noch vielfach umherschwankt, und wenn sein Widerspruch dennoch so triumphirend und in plumpen Angriffen auftritt, so mußte derselbe tief verletzen und die Freunde der Angegriffenen gleichfalls veranlassen, daß sie in ähnlichem Tone ihn abzufertigen versuchten. Dunasch hat einen widerwärtigen anmaßlichen und rechthaberischen Ton in der jüdisch-wissenschaftlichen Polemik angestimmt, der lange nachgehallt und der namentlich in den Schaaren, welche sich um den von ihm angeregten Streit gruppirten, zu einer anwidernden Heftigkeit sich gestaltete. In diesem Poltern und Schmähen, in diesem Verlangen auf der einen Seite, den Angegriffenen auf allen Punkten zu vertheidigen und dem Gegner Schwächen abzulauschen, und in der schadenfrohen Malice auf der andern, die alten Angriffe ohne Weiteres aufrecht zu erhalten und die Vertheidiger in den Koth zu zerren, kommt die Wahrheit nicht zu Worte und noch weniger zu ihrem Rechte. Gestehen wir es von vorn herein nur ein, daß die Streitschriften zwischen den Menachemiten und den Dunaschiten, die uns jetzt im Drucke zugänglich sind, einen Fortschritt in grammatischer Erkenntniß auf keiner Seite aufweisen; sie vervollständigen uns jedoch die Acten, und im Stillen haben sie sicher erneutes Studium angeregt und sehr bald zu einem sichern festen Standpunkte hingeführt. Die Mühe und Hingebung des Herausgebers um diese seltene Reliquie bleibt daher sehr verdienstlich, nur wäre zu wünschen gewesen, daß der Text uns mehr gereinigt worden wäre, und es wird nicht überflüssig sein, daß man, bevor eine genauere Betrachtung seines Inhalts versucht wird, diese Reinigung mit ihm vornehme 1). ף Eine Anzahl von Correcturen auf den ersten Bogen habe ich dem Herausgeber, der mir sie zugesendet, zukommen lassen, und sind sie von ihm auf S. 17 f., 29 f. und 35 ausgenommen; allein es bedarf deren noch sehr vieler. S. 9 V. 3 sind, wie ich jetzt sehe, die Glieder versetzt; er muß lauten: .ראעחרך תרהחרת, £יררפרת ריכרחרת, לפניך לבלחרת, ספרך בלספדים

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