Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 9 (1871)
- Issue
- 1 (1871)
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 70)
- Language
- German
- Belongs to
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IV. Geschichte der hebräischen Sprachwissenschaft. 67 die Lamed He von den zweibuchstabigen (d. h. den Ain Wav) fern zu halten (S. 60), sieht ein, daß נחנת (Jer. 22, 23) nicht von חנח, sondern von חנן abzuleiten ist (S. 64 f.), daß פ2ח (Ps. 80, 16) nicht Imperativ Piel sein kann, da sonst der zweite Voeal Zere sein müßte (S. 70 f.), daß in נ7פ2ן nicht Mem, in יצדזר nicht Jod, in פנבוק (Dan. 9, 25) nicht Beth zur Wurzel gehört (S. 78. 92), ebensowenig wie in צפלתך (HL. 4, 1) das Thav, das nur bei Anhängung des Suffixes das He ersetzt (S. 90). Das sind schätzbare Berichtigungen; wenn sie nur aus einer systematischen Erkenntniß kämen und feste Grundlagen böten, während er sie nur einer geschärfteren Empirie verdankt, die doch nicht zur vollen Einsicht in den Sprachbau gelangt. Denn während D. in einzelnen Fällen ein richtiges Sprachgefühl bekundet, verläßt ihn dasselbe wieder in andern, weil er das durchgreifende Gesetz noch nicht erkannt hat. Die Formen der Pe Nun sind ihm keineswegs klar, so daß er den Zusammenhang von נפח und נלפח nicht erkennt (S. 20), in נער das Nun nicht für wurzelhaft hält und 1) ויגער Mos. 24, 20) davon ableiten will (S. 24 f.). Ebenso sind ihm die Derivationen von Lamed He unklar; er meint daher, in חנון müsse das Nun wurzelhaft sein (S. 55), er meint, wenn חגb (Koheleth 12, 12) eine Jnfinitivform von חגח sein sollte, müsse es לחוג lauten (S. 74), er verkennt — was M. richtig ahnt —, dast תת von נתן abzuleiten ist und glaubt, beide Thav seien wurzelhaft. Er beruhigt sich daher bei den seltsamft punctirten Formen. So hat allerdings אדרם (Ps. 42, 5) bis auf die neueste Zeit Schwierigkeiten gemacht. Wir verdanken, meines Bedünkens, diese unerklärliche Punctation lediglich der Unsicherheit in der Auffassung dieses Wortes, welche bei der Umschreibung aus der allen assyrischen Punctation in die spätere palästinische darüber obwaltete. Man fand das Ales mit dem E-Laute punctirt vor; nun dient dieser in dem assyrischen Punctatioussysteme auch zur Bezeichnung des Chatef-Pathach, und diese Bedeutung hat er auch hier, es ist nämlich erste Pers. Futuri Piel von דדח rnit Sussix der 3. P. Plur. Bei der Umschreibung war man wohl der Bedeutung des ungewöhnlichen Wortes nicht recht sicher, man ließ deßhalb das e als Segol, und so kam eine mißgestaltete Form heraus. Was macht nun Dunasch mit chr? Er leitet sie von רופ ab (S. 27)1 Er glaubt M.'s Annahme, daß חונן־ (Ps. 53, 6) von חנח herkomme, Participium mtt Sujstx der zweiten Pers. männlich sei, ab- 5*