Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 9 (1871)
- Issue
- 1 (1871)
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 66 (sequence 69)
- Language
- German
- Belongs to
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66 IV. Geschichte der hebräischen Sprachwissenschaft. Seine beispielsweise erfolgende Zusammenstellung (S. 40 f.) der drei-, zwei- und einbuchstabigen Stämme offenbart uns die ganze Unsicherheit, an welcher seine Kenntniß des Sprachbaues leidet, und Dies wiederholt sich bei den einzelnen Artikeln. Diese geht so weit, daß er (S. 3) selbst von manchen Worten den Hifil verkennt, indem er ihn unter den Stämmen aufführt, bei denen, nach seiner Ansicht, das He bald hervortritt bald wegfällt, also neben חלך, wovon Derivata ohne He, und חגח, von dem er irrig יגח (Klgl. 3, 32) ableitet, noch anführt חכח nebst חכים ,יף und הנץ ,כרס und נץ (und gar auch הסום ,(:צייץ und עונלח. Da mag es uns nicht auffallen, wenn wir unter dem einbuchstabigen Teth (S. 97) חטח und כטח in zwei Abtheilungen aufgeführt finden und gar מטח und בלטה unter נ7ט (S. 116), und noch weit weniger, daß er seltenere Bildungen verkennt, die Schafelform nicht blos für das Hebräische, wie in עולהכ (S. 174), sondern auch für das Chaldäische nicht erfaßt und עגכלל unter עוכל (S. 173) aufnimmt. Aber auch umgekehrt gelten ihm wurzelhafte Buchstaben nicht, er leitet daher ב/לרה kurzweg von לח ab (S. 3. 113), stellt die chaldäischen Wörter טרח und טרי zusammen (S. 97). Bei solchen Mängeln war es daher für den jüngeren Zeitgenossen Menachem's, Dunasch den Labrat, der mit gierigem Blicke die Schwächen bei seinen Vorgängern ausspähte, nicht schwer eine reichhaltige Kritik über das Wörterbuch zu liefern. Daß er entschieden dogmatische Wortumdeutungen verwirft, ist schon früherx) bemerkt, es ist noch hinzuweisen auf seine Ausführung in der Kritik über כחכח (S. 65), die jedoch in dieser Beziehung Menachem nicht trifft. Auch über Stämme und Ableitungen sagt er vieles Richtige im Einzelnen. Er erkennt, daß ככל und כלח Zwei verschiedene Stämme sind (S. 16), דר: (Klgl. 3, 53) nicht von חדח abzuleiten, daß trotz der Form 1) רחרפחר Sam. 25, 24) an dem Stamme אפח festzuhalten ist (S. 25), in כע und כד Nun wurzelhaft ist, desgleichen in סאן (S. 29), Jod in den Pe Jod, wenn es auch zuweilen in Wav übergeht (S. 30), zuweilen sich erhält wie in איסיר' (S. 34). Er unterscheidet רצץ von רצח (S. 35), er erkennt, daß das aramäische תקנא (Esra 7, 17) dem hebr. תקנח entspricht, also von קנא hebr. קכח abzuleiten ist und Nichts mit תקן gemein hat (S. 37), ebensowenig wie תקרפח mit תקף (das. f.), er weiß l) Diese Ztschr. Bd. IV S. 206 ff. u. Bd. V S. 187 f. 189.