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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1871-01-01 · 1 (1871) · p. Seite 63

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
9 (1871)
Issue
1 (1871)
Date
1871-01-01
Page
Seite 63 (sequence 66)
Language
German
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IV. Geschichte der hebräischen Sprachwissenschaft. 63 hat er das jerus. Thargum und Bereschith rabba nicht gekannt, aber auch Koreisch und nicht minder Menachem übersehen, der die Stelle gleichfalls in dieser Bedeutung aufnimmt (S. 84) 1). Jedenfalls ist jedoch bereits von Koreisch mit vollem Bewußtsein die Sprach- Wissenschaft gegenüber der Dogmatik in ihr Recht eingesetzt. Bedeutsamer noch ist ein zweiter Punkt, und hier macht sich bei Koreisch kein Fortschritt bemerkbar über Saadias hinaus, es betrifft dieser die grammatische Unsicherheit in Erkenntniß der Stämme. Von Saadias ist Dies an den angegebenen Orten zur Genüge nachgewiesen, den ähnlichen Standpunkt offenbart uns Koreisch in seinem Werke. Er macht allerdings auf Buchstabenversetzungen in den Stämmen aufmerksam wie כב1ב und כבש (S. 57 unter ר), weiß daß bei den Zischbuchstaben das Vorgesetzte Thav (des Hithpael) in die Mitte gebracht, bei Zade in Teth, bei Sain in Daleth verwandelt wird (S 57 unter שאת, S. 94 ff.), merkt auch, daß wohl darauf zu achten, ob ein verhärtendes Dagesch gesetzt wird oder nicht und danach Stämme und Bedeutungen auseinanderzuhalten sind (S. 60 unter אב), so daß er auch den von Saad. begangenen Mißgriff vermeidet, 2) אבלתת Mos. 2, 5) mit Arm zu übersetzen, es vielmehr als Magd erkennend (S. 63). Mit Klarheit spricht er auch über die Afsixa des Verbi, איתן (S. 93 ff.). Allein das sind am Ende Alles keine neuen Erkenntnisse, und es ist dergleichen schon früher mehr oder weniger zum Bewußtsein gekommen und ausgesprochen worden. Die Hauptsache bleibt die feste Abgränzung der Stämme, was an ihnen wurzelhaft ist und wie die Abbiegung in ihnen vor sich geht, und hier zeigt sich auch K. sehr schwach. Es möge kein besonderes Gewicht darauf gelegt werden, daß er אחותי (Hiob 13, 17), 17 ,15) אחוך) u. s. w. unter Alef (S. 6) statt unter Cheth behandelt, ebenso אסק (S. 7), desgleichen ,וזגבלולתי תרבות ,תכריך unter Thav aufnimmt (S. 26. 59. 88). Sehr bedenklich jedoch ist, wenn er (S. 12) לנלואל (Spr. 31, 1) mit כואלכו (4 Mos. 12, 11) combinirt, wenn er (S. 20 f.) für תכחת (Dan. 5, 20) und הנחת (Joel 3, 11) zwei ganz verschiedene Bedeutungen aufsucht, weil in jenem das He mit Kamez, in diesem mit Pathach punctirt ist, ohne zu erkennen, daß die verschiedene Punctation von der Verschiedenheit der Form (jenes Prät. Hofal, dieses Imperat. Hifil), nicht von der der Stammesbedeutung herrührt, wenn er תתקפתו (Hiob 15, 24 von תקף) mit תקופת (von קוף) und ג) lieber die Samaritaner vgl. Ztjchr. der DmG. Bd. XVII S. 722.

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