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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1871-01-01 · 1 (1871) · p. Seite 48

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
9 (1871)
Issue
1 (1871)
Date
1871-01-01
Page
Seite 48 (sequence 51)
Language
German
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48 Hl. Anhang 3. Die Reinheit der Hände und Elasar ben Arach. ist doch kaum glaublich, und noch auffallender, daß sich aus seiner guten Zeit keine annehmbare Halachah von ihm in den Schulen erhalten haben sollte. Das Befremden wird noch stärker, wenn wir ferner die Grundsätze ins Auge fassen, die ihm ף Aboth 2, 14 in den Mund gelegt werden: Sei eifrig Thorah zu lernen, wisse was Du dem Ungläubigen zu antworten hast, sei eingedenk vor wem du arbeitest, dein Arbeitgeber ist dir gut dafür dir deinen Lobn zu vergelten. Können wir es glauben, daß bei einem Manne, dessen große Fähigkeiten von solchen Grundsätzen unterstützt werden, das Wohlleben im Stande gewesen, seinen Eifer auszulöschen, alles Studium so zu verdrängen, daß er in die krasseste Unwissenheit verfallen? * 2) Hier liegt ein Umstand verborgen, hier offenbart sich eine Ungunst, die er sich zugezogen, die seine Lehren dem Stillschweigen übergab und seinem Andenken einen Makel anheftete. Und diese Ungunst kann er sich nur zugezogen haben durch den Widerspruch, den er gegen eine von den Andern anerkannte Lehre erhoben und festgehalten. Wie nun? wenn wir in der einzigen Lehre, die unter seinem Namen sich maßgebend erhalten, den Anhaltepunkt fänden und sich so das Räthsel uns löste? Die Reinigung der Hände vor dem Genüsse war offenbar bei den Pharisäern von den Priestern entlehnt; aber wie bei allen ג) In Misch nah 10 heißt es, daß von jedem der fünf Schülerje drei Sprüche tradirt werden; darauf folgen denn alsbald solche von Elieser (b. Hyrkan),in 1t von Josua (b. Chananiah); in 12 von Joße, nämlich ha-Khohen, in 13 von Simon, nämlich Len Nathanel, und so ist Elasar in 14 kein Anderer als ben Arach. 2) Daß die Anführungen in der s. g. Baraitha des Elieser fingirte sind, hat schonZ unz in den ״gottesdienstlichenVorträgen" S. 274 Anm. b. nachgewiesen. Außer in c. 47, welche Stelle von Z. namentlich hervorgehoben wird, wird Elasar b. Arach noch daselbst erwähnt c. 7, wo er zusammen mit Jochanan b. Sakkhai, Gamaliel, Jsmaet, Elieser b. Hyrkan und Akiba in gelehrter Diseusston über Kalenderwesen genannt wird, und so Personen zusammengebracht werden, die nie mit einander in Verkehr waren. Wiederum e. 28 (Jalkur zu Gen. 15 § 76) mit Elasar b. Asaria, deßgleichen c. 4 (Zalkut das. in abgekürzter Form), wo die Zahl 215 an Josephus und Samaritaner erinnert (vgl. diese Ztschr. Bd. I S. 102 ff.). Natürlich sind solche Angaben ganz willkürlich auf Elasar ben Arach übertragen, gerade wie auf Levitas aus Jabneh (6. 23), ans Samuel den Kleinen (6. 27) und auf einen sonst gar nicht vorkommenden Nathanel (6. 25. 48).

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