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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1871-01-01 · 1 (1871) · p. Seite 46

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
9 (1871)
Issue
1 (1871)
Date
1871-01-01
Page
Seite 46 (sequence 49)
Language
German
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46 m. Anhang 3. Die Reinheit der Hände und Elasar ben Arach. wird, müsse ein Lehrer von Bedeutung gewesen sein, gegen den man exemplarisch vorzugehen für angezeigt erachtete, von solcher Bedeutung, daß man ihn mit dem hochstehenden Akabia b. Mahalalel, von dem Aehnliches mitgetheilt wird, verwechseln konnte. Allein ein solcher Name kommt weiter nirgends vor. Das Alter der Tradition bezeugt übrigens auch der alterthümliche Ausdruck טדרת י־דים, dessen sich die Mischnah bedient, während später כמילת ידים üblicher war. Nun aber finden wir überhaupt blos einen alten Lehrer zu dieser Lehre von der ״Reinheit der Hände" auch für Profangenuß in Beziehung gesetzt; auch dort wird der alterthümliche Ausdruck gebraucht, und der Lehrer selbst nimmt auch eine etwas zweideutige Stellung ein. Zu 3 Mos. 15, 10 heißt es nämlich in Sifra (Mezora, Sabim, Perek 4 Ende, 6ä. Wien f. 77a): אבלר רבי אלעזר בן ערך בליכן סכלכר חכבלים לטזלרת ידים מן התורזת, d. h. aus den Worten, welche vom Eiterflüssigen ausgesagt werden, daß ein Jeder, den er berühre, ״ohne daß er seine Hände mit Wasser abgespült," durch diese Berührung verunreinigt werde, daraus haben, berichtet Elasar ben Arach, die Lehrer für ״die Reinheit der Hände" eine biblische Stütze gesucht. Es ist Dies eine der äußerst spärlichen halachischen Mittheilungen, welche im Namen dieses Lehrers vorkommen. Er begegnet uns Wohl in Verbindung mit seinem Lehrer Jochanan ben Sakkhai noch sonst und wird da immer mit großer Anerkennung genannt. Unter den fünf Schülern wird er von dem Meister als ״sprudelnder Quell" bezeichnet, wird seine Beantwortung über die Grundlage der Ethik als die vorzüglichste anerkannt, und nach einer Relation soll der Meister sogar ausgesprochen haben, daß er alle überwiege (Aboth 2, 8 f.). Ebenso wird er als der Theosophie sehr kundig gerühmt und berichtet, daß sein Lehrer Jochanan seinen Vortrag sehr gerühmt und in die Worte ausgekrochen sei: Heil Dir, Vater Abraham, daß Elasar b. Arach aus Deinen Hüften hervorgegangen, er lehret schön und handelt schön (Thoßeftha Chagigah e. 2, Jerusch, das., Babli 14 a). Und dennoch ist uns von diesem großen Lehrer keine einzige halachische Lehre aufbewahrt, die Beachtung gefunden, als die eben aus *) Die Stelle ist Chullin 106 a ausgenommen, aber mit der charakteristischen Aenderung des לטד!רת in לנטילת.

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