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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1871-01-01 · 1 (1871) · p. Seite 38

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
9 (1871)
Issue
1 (1871)
Date
1871-01-01
Page
Seite 38 (sequence 41)
Language
German
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38 in. Die Essener. eignen Vorstellungen deren Inhalt zu ergänzen; dazu bedarf es eines ernsten Studiums der jüdischen Quellen, und zu einem solchen Entschlüsse muß die christliche Gelehrsamkeit sich ermannen. 3. November. Anhang I. Der Ursprung der Schlachtregeln nach der älteren und der jüngeren Halachah. Es ist oben im Texte die sckon mehrfach angedeutete Ansicht wiederholt worden, daß ebensowohl die genauen Vorschriften über das Schlachten wie über die Schäden, welche ein Thier zum Genusse untauglich machen, so daß es dem Zerrissenen gleich geachtet und ״Terefah" genannt wird, ursprünglich von den Priestern für die Opferthiere festgestellt und beobachtet worden, daß sie dann erst von den Pharisäern, die den Priestern möglichst die Bevorzugungen entwinden und deßhalb das Leben des ganzen Volkes priesterlich heiligen wollten, auf jeden gewöhnlichen Fleischgenuß übertragen wurden. In dieser Zeitschrift Bd. VII S. 129 wurde in einer Anmerkung diese Ansicht in ihrer historischen Begründung noch näher dadurch nachgewiesen, daß ״Menachoth 29a aus 2 Mos. 29, 38, welcher Vers vom täglichen Opfern handelt, entnommen werden soll, Gott habe dem Moses die Schlachtregkln gezeigt, und wenn man später diese Ableitung zurückließ, so mag man eben Anstand genommen haben, die Schlachtregeln erst dem Opferbrauche entlehnt zu haben." Diese flüchtige Andeutung verdient eine weitere Begründung, die sie bei eingehender Forschung auch findet. In der genannten Stelle der babylonischen Gemara wird aus der Schule Jsmael's (תנא דבי לבי ישמעאל) mitgetheilt, daß bei drei Vorschriften der Ausdruck ״dieser", n7, vorkomme, weil sie dem Moses schwer verständlich gewesen und deshalb Gott ihm die Gegenstände mit ihrer Behändlungsweise habe sinnlich vorzeigen müssen, nämlich den für die Stiftshütte anzufertigenden Leuchter (4 Mos. 8, 4), den Neumond (2 Mos. 12, 2) und die unreinen kriechenden Thiergattungen (3 Mos. II, 29), nach Einigen (ריש אובללים) auch das Schlachten mit seinen Regeln nach 2 Mos. 29, 38. Man ersieht aus dieser

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