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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1871-01-01 · 1 (1871) · p. Seite 21

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
9 (1871)
Issue
1 (1871)
Date
1871-01-01
Page
Seite 21 (sequence 24)
Language
German
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II. Mechiltha und Sifre. 21 bedrängt sein, daher Mangel leiden. So kommt jao>^ auch im Syr. vor Jes. 35, 6 in der Hexapla für aluxai von ccUaxoo, drängen. Auch in der Baraitha Rosch Ha-Schanah 17 a. dürfte 72^פ^פין, von denen gebraucht, die nicht genügend fromm find, um alsbald in das Paradies zu kommen, bedeuten: sie drängen sich durch und steigen dann empor. Ob das bibl, צפצף, das vier Male in Jesaias von einer gepreßten Stimme gebraucht wird, damit im Zusammenhänge steht, bleibe dahingestellt. — Wir haben mehrfach auch von handschriftlichen Hülfsmitteln gesprochen, die zur Berichtigung unserer Baraitha-Sammlungen angewendet werden. Wir sind nun zwar gegenwärtig nicht im Besitze von Handschriften der Texte selbst x), allein es sind uns schätzbare Glossen geblieben aus alten Handschriften, ferner handschriftliche Commentare, die oft einen andern und richtigeren Text angeben oder nothwendig voraussetzen, theils vollständig theils in auszüglichen Mittheilungen. Eine Hauptquelle nun für Beides sind die Randglossen eines palästinischen Gelehrten aus dem Ende des sechszehnten Jahrhunderts. Hr. Friedmann spricht davon (105 b), daß Juda Nag'ar die Glossen eines Gelehrten, Namens Suleiman, benützt hat, dem offenbar handschriftliche Texte und Commentatoren der Mechiltha Vorgelegen, und die er nun auch verwerthet. Dieser Suleiman ist sicher derselbe, dessen Randglossen zu Sifre der von uns schon erwähnte David Pardo in seinem Commentare zu Sifre: Sifre debe Rab (Saloniki 1799 * 2)) sehr häufig benützt hat, von dem er unzweifelhaft auch Glossen zur Mechiltha gekannt hat. So bemerkt er zu Sifre Reeh (ed. Fr. § 122, 99, Comm. Pardo 228 b), er habe in der Mechiltha des Suleiman gesehen, daß derselbe Nesikin 6, 2 (Fr. 77 a) die Worte אין כדן כבלכר ודן אובללים ככלכל gestrichen habe — wovon übrigens Hr. Friedmann Nichts berichtet. Ebenso führt derselbe Pardo, wie bereits oben S. 17 bemerkt, in seinem Commentare zur Thoßeftha׳ eine Hand- ג) NS. vom 9. Nov. Aus N. 59 der ״hebräischen Bibliographie" (1870, Sept.—Oct. S. 136) erfahre ich, daß in München eine Handschriftliche Mechiltha vorhanden ist; möchte doch über dieselbe Näheres mitgetheilt werden! 2) So richtig bei Zedner im Cataloge der hebräischen Druckschriften des British Museum; fälsch in Ozeroth Chajim: 1804, wo wohl das לפ״ג im Chronostiche übersehen worden.

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