Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 9 (1871)
- Issue
- 1 (1871)
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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20 II. Mechiltha und Sifre. 13, 16, Fr. § 94, 93 a), die Folgerung: נלכאן אבלרו בלקייבליך את תטפליך; so lag die Lesart dem Jalkut und den alten Commentatoren vor, hingegen bringt Schemtob ben Abraham zur Vertheidigung des harten Ausspruchs des Maimonides Abodah sarah 4, 6, daß auch die Kinder in einer solchen Stadt dem Tode verfallen seien, was von Meir Ha-Levi sogar als thalmudisch nicht stichhaltig bezeichnet wurde, die Angabe der Gelehrten Lünel's bei, daß es in Sifre heiße: 'כלב' אנל' איך נלק 'את ד5מ, und dieser LA. schließen sich, wie ich glaube, ohne Grund, neuere Erklärer an. Alle aber gehen davon aus, daß unter טפלים kleine Kinder zu verstehen sind, was ich aber nicht für begründet halte. Wohl kennt der babhl. und der samaritanische Aramaismus טפלא als Kind, schwerlich aber dürfte sich dieses Wort in dem spätem Hebraismus der Baraitha finden, vielmehr wird es hier טפלום zu lesen sein, die Angefügten, die Beisassen, die nicht wirkliche Bewohner der Stadt sind, die sollen erhalten bleiben, sind von der Vernichtung, welcher die seßhafte Bürgerschaft anheimfällt, ausgeschlossen. Das giebt allein den angemessenen Sinn. Man könnte zwar das Wort טפלים, Kinder, in der Baraitha Baba bathra 117 a zu finden glauben, wo es bei uns heißt: להוציא את הטפלים, die Kinder seien bei der ersten Vertheilung Palästina's ausgeschlossen gewesen. Allein man übersehe nicht, daß die Baraitha blos im Babli so lautet, während sie in der Quelle, Sifre zu 4 Mos. 26, 53 (Fr. § 132, 48 b) und jer. Baba bathra 8, 2 lautet: נלפני כעוים נלפני קטכים, welche in Babli seinem Sprachcharakter nach geändert ist.— Die Lesart תיקין וגיאות, welche Jalkut in Sifre zu 5 Mos. 20, 20 (Fr. § 204, 111 b) hat, ist offenbar richtig und erklärt sie Pardo in seinem Comm. gut dahin, man dürfe, als zur Belagerung erforderlich, Bäume fällen, um daraus Schutzgeländer, Einfassungen und Flößen zur Beschiffung der Gräben zu machen; letzteres Wort ist bekannt, ersteres ist thargumische Uebersetzung für בלערןה und ist entsprechend auch im Syrischen (vgl. diese Ztschr. Bd. VI S. 152 f). — Sifre nahe dem Ende (Fr. § 355, 148 a) wird eine Geschichte von den Bewohnern Laodicäa's erzählt, die einst Mangel an Oel gehabt, das lautet daselbst: כצטפצפו בט־בלך. In unfern Gemara-Ausgaben, auch bei Jalkut und sonst, heißt es erleichternd: 2צט!-םו, hingegen liest Aruchr^ 6 auch in der Gem. wie wir in Sifre lesen. Richtig erklärt nun diese ursprüngliche LA. Suleiman bei Pardo mit Verweisung auf אפופים Aboth 5, 5: