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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1871-01-01 · 1 (1871) · p. Seite 14

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
9 (1871)
Issue
1 (1871)
Date
1871-01-01
Page
Seite 14 (sequence 17)
Language
German
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14 II. Mechiltha und Sifre. beitung des alten Mechilthatextes zuzuschreiben sein, ihm namentlich ein guter Theil ganz neuer Zusätze. In der That nun kommt in unserer Mech. der Name Simon's ben Jochai nicht selten vor, nach Weiß (Fr. S. LIV) 36 mal. So sind ferner 14 Anführungen vorhanden in dessen Namen, von denen freilich nur drei in den Gemaren, die übrigen alle in Midraschim, sämmtlich aber lediglich agadischen Inhaltes (vgl. Fr. S. LV ff.), die sich alle entweder gleichlautend oder doch dem Inhalte nach in unserer Mechiltha wiederfinden. Wie gesagt, wird bei ihnen die Mechiltha nicht als Quelle genannt, während Dies in den nachthalmudischen Werken geschieht, und zwar auch in Bezug auf Stellen, die in dem Buche, wie es uns vorliegt, vermißt werden. Da wird nun allerdings meistens Mechiltha schlechtweg gesagt, nur selten wird sie als Mech. des Jsmael bezeichnet, und zwar nach der Zusammenstellung Fr.'s nur zwei Male, einmal von Maimonides (Anh. IST. 4, 121 a) und einmal von Salomo b. Adereth (das. X. 16, 123 a), hingegen kennt Nachmanides ausdrücklich eine Mechiltha des Simon b. Jochai, die er bald einfach also nennt (vgl. Fr. Einl. zum Anh., 119 a N. 23. 24, Anh. N. 20, 123 b), bald: eine andere Mech. (nämlich die) des S. b. I. (Einl. zum Anh. 1SL 21. 22) oder gar schlechtweg eine andere Mech. (das. N. 20), ebenso hat Todros Ha-Levi 19 Stellen aus der Mech. des S. b. I., die Landauer aus Handschriften zusammengestellt (Fr. S. II ff.), von denen sich nur ein Theil in unserer Mech. wiederfindet, und ebenso führt sie Eliah Misrachi an (Fr. 119 a N. 25). So ist denn an der Mechiltha — und Wohl nicht minder an Sifre — vielfach herumgearbeitet und der ursprüngliche Text, wie er aus der Schule Jsmaels hervorgegangen, durch Umarbeitung, Einschaltungen und Zusätze umgestaltet und entstellt worden. Doch ist unser vorliegender Text, wie ihm einerseits manches ächte Gut, das den Alten noch bekannt war, entzogen worden, dennoch andererseits von mancher ihm zugedachten unächten Zuthat frei geblieben, — noch eine Reihe von Baraitha's, die in Thalmuden und Midraschim im Namen S.'s b. I. angeführt, in unserer Mech. jedoch vermißt werden, stellt Hr. Fr. (LXIII. f.) zusammen — und hat sich unser Text in der Gestalt erhalten, die es doch theilweise möglich macht, die Jneinanderschiebung der verschiedenen Schichten noch zu erkennen und den alten Grundboden von späteren Anschwemmungen zu scheiden, also — was uns zum Einblicke in den Ent-

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