Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 8 (1870)
- Issue
- 4 (1870)
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 301 (sequence 61)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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lila Die jerusalemische Gemara. 301 rühren 1). So hat Fr. (10 a) einen Artikel גרבלא mit Suffix. Daß Dies im Aramäischen dem späthebr. עצם in der Bed.: selbst, entspricht, ist bekannt und bedurfte nicht der weiten Ausführung. Hingegen würde ein Ausdruck, der damit im Zusammenhänge steht, der Hervorhebung und Erklärung Werth gewesen sein. Die Form כל עצבלו in Mischnah, Baraitha's und Babli in der Bedeutung: im Ganzen, überhaupt nur, ist in dieser Zeitschrift Bd. V S. 172 belegt worden; die Form findet sich noch sonst vielfach, beispielsweise vergleiche man Sisre zu 4 Mos. 9, 13 (6<I. Friedmann § 70, 18 b, ausgenommen j. Peßachim 9, 3): כל עצנלו איבר בא אלא בלפני הטונלאה, das Opfer wird ja überhaupt nur dargebracht re., Erubin 30b: 'כל עצנלן של ב ש היו בלרדין בעירוב עד רכר, die Schule Schammai's hatte ja überhaupt erst dann dem Erub zugestimmt re., vgl. noch PeßikLha (ed. Buber) 118b. 119a und sonst. Dieser Ausdrucksform bedient sich nun auch Jeruschalmi 2) in aramäischer Uebersetzung als כל גרבלא אנלרה, die ganze Baraitha will ja nur sagen, z. B. Masheroth 6. 5 Ende, Khethub. 1, 1.— Der Ausdruck 11) בלדת הדין a. b) kommt bereits in Thoßeftha Baba komma 6. 9 vor. — Es liegt sehr nahe, daß Jer., der בכב für ״nehmen" hat, sich der Phrase בסב ויהב bedient, wie Babli כשא ובהן hat (12 a), allein weit mehr verdienten die höchst seitsamen Formen נסתיה und בסתרן für!נסבן ,בסבה, er nahm ihn, sie, eine Besprechung. Die Endung תון (hier aber ist auch der Radical Beth weggefallen) finden wir freilich auch sonst, wie häufig חנלתון (von דזבלא), er hat sie gesehen, כסיתון, er bedeckte sie, 0 Es sei hier blos ein Beispiel angeführt. Eine Verdoppelung des Ausdruckes im Bibeltexte veranlaßte die jüngere Halachah, Erweiterungen im Gesetze auszusuchen, während die ältere Dies als übliche Ausdrucksweise betrachtet, deren sich auch die Schrift bedienen dürfe. Dafür gebraucht die Baraitha, und gleich ihr Babli, die Redensart: דברה תורה כלשון כיי אדם , ohne für die Ansicht, daß die Verdoppelung zu Erweiterungen berechtige, einen besondern Ausdruck auszuprägen. Jeruschalmi, der mehrfach ausdrücklich die ältere Ansicht dem Jsmael beilegt, hat für sie die Regel: לשונות כפולין הן התורה דברה כדרכה, während sie das Verfahren der jüugern, die Akiba vertritt, mit den Worten לשונות רבךדדן ך;ן bezeichnet (j- Jebamoth 8, 1 und sonst, vgl. wiss. Ztschr. f. jüd. Theol.'V S. 78 f. und das. S. 239). 2) Natürlich fehlt auch bei ihm in den mehr hebr. Stellen die hebr. Fassung nicht, vgl. z. B. Sotah 1, 8: כל עצבלר של דרד לא נללך אלא , David regierte ja überhaupt nur rc.