Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 7 (1869)
- Issue
- 4 (1869)
- Date
- 1869-01-01
- Page
- Seite 247 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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WochengoLtesdienst. 247 eines jüdischen Staates in Palästina, und dem entsprechend an den Aufbau eines Tempels in Jerusalem als eines Einigungspunktes für Israel, an die Sammlung der Zerstreuten und Alles, was mit einer solchen Restauration entschwundener Zustände zusammenhängt, ist in unserem Bewußtsein gänzlich erloschen. Der Ausdruck einer solchen Hoffnung im Gebete, die Bitte um deren Erfüllung, wäre eine volle Unwahrheit. 8. Ebenso ist mit dem ganzen Fortschritte der Zeit die Vorstellung unverträglich, daß unser Gottesdienst dereinst wieder zum Opferdienste zurückfallen werde. - Mag auch das Opfer in alter Zeit der adäquate Ausdruck der Gottesverehrung gewesen sein, so ist dasselbe schon längst einem geistigen Gottesdienste gewichen und seine Wiedereinführung undenkbar. Stellen, welche auch nur entfernt an die ehemaligen Menschenopfer erinnern, die dem Judenthume jeder Zeit ein Gräuel waren, müssen aus dem Gebetbuche gänzlich schwinden. Aber auch die thierischen Opfer haben kein Recht mehr als eine zu ersehnende Institution der Zukunft hingestellt zu werden; ebensowenig enthält die Erinnerung an dieselben, wie sie ehemals dargebracht wurden, irgend ein Moment religiöser Erhebung. Auch davon muß das Gebetbuch frei bleiben. Man. I. Wochen-Gottesdienst. A. Morgens, a. Einleitende Gebete. 1. שחר אבקשך .2 .מה הובר, beide als stilles Gebet. 3. אלהי נשמח .4 -ארון עולם als stilles Gebet. 5. Vier einzelne Sprüche in folgender Ordnung: a) המעביר, b) הנותן, c) אשר הכין, d) ויהי רצון .6 — .שעשה לי mit dem Schlüsse: גומל חסדים טובים לבריותיו (statt לעמו יטוראל, der vorzügliche Gnade erweist ״seinen Geschöpfen" statt: ״seinem Volke Israel")*). — *) Vgl. Begründungen.