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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1869-01-01 · 3 (1869) · p. Seite 198

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
7 (1869)
Issue
3 (1869)
Date
1869-01-01
Page
Seite 198 (sequence 38)
Language
German
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198 Recensionenfach in dieser Zeitschrift gegeben worden, bleibt ihm noch immer ftemd (S. 52 Anm.) Die Worte: gieb, Gott, daß Deine Stadt eilig in unfern Tagen gebaut werde, gehören nicht Juda ben Thema an, (S. 57 Anm.) sondern frühestens dem Redactor der Mischnah oder gar erst späteren Abschreibern, indem mit dieser Mischnah der Traetat geschlossen ward — der erst später einige Zusätze erfuhr — und so diese Gebetformel zum Schlüsse sich anfügte. Durchaus falsch ist die Angabe (S. 61 Anm. 1), daß 18״ Gesetze für die Auslegung der H. S. und die Ableitung von Gesetzen aus ihren Worten berühmt" gewesen und ״man diese in die Zeiten Hillel's und Schammai's zurückgeführt habe." Ob dieser Jrrthum, der in manchen neuern Büchern wiederholt wird, von Ewald herstammt oder ob er ihn blos Andern nachgeschrieben, weiß ich nicht; jedenfalls ist die Angabe falsch. Von Hillel wird vielmehr überliefert, daß er sieben Jnterpretationsregeln aufgestellt, dem spätern Jsmael werden 13 beigelegt. Ebenso unrichtig ist, daß die Zahl 613 für die Summe der biblischen Gesetze alt bezeugt sei und man sie früh auf den Zahlenwerth des Wortes!תורד, begründet habe (S. 61 und Anm. 3). Diese Zahlenangabe datirt erst aus der späteren Gemara-Periode und ebenso ihre Begründung. lieber die wahrscheinliche ursprüngliche Veranlassung zu dieser Annahme ist in dieser Ztschr. Bd. I. S. 138 f. gesprochen. Mit der unsinnigsten Willkür. behauptet E. (S. 63 und Anm. 2), man habe darauf gedrungen, daß die Zehnten ״nicht mehr den Priestern, doch aber den Schriftgelehrten zufließen sollten!" Eine solche Annahme kann eben nur von einem der ganzen gesetzestreuen Zeit unkundigen Manne hingestellt werden. Ein Pröbchen stümperhaftester Unkenntniß bietet wieder S. 121. Dort heißt es, die Abhandlung über die Kuthim (Samaritaner) schließe mit dem Satze: ״erst dann wenn die Kuthäer dem Berge Garizim entsagten, Israel lobten, und die Auferstehung der Todten glaubten, könne zwischen ihnen und Israel eine Gemeinschaft eingegangen werden." Die von mir unterstrichenen sinnlosen Worte lauten im Originale: וחודו בירירמולים, und Dies heißt: Jerusalem (seine ausschließliche Heiligkeit) anerkennen. Ueberhaupt hat Hr. E. von der alten Geschichte der Samaritaner und dem Wesen des Samaritanismus gar keine Ahnung, und so ist was er z. B. S. 135 über die Sabuäer sagt, völlig erträumt. — Daß er seine Augen vor der nunmehr gewonnenen richtigen Erkenntniß über die Sadducäer eigensinnig verschließt, ist schon mehr-

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