Mannheim
Compact Memory

Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1869-01-01 · 3 (1869) · p. Seite 194

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
7 (1869)
Issue
3 (1869)
Date
1869-01-01
Page
Seite 194 (sequence 34)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2420973-2421005-2421008--2136-2423473
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

194 RecenstonM. auf den Streit über die Zählung hin zwischen den priesterlichen Boethusiern und den Pharisäern, und sie scheint auszusagen, daß nur wenn die Priester nicht die Kalenderbestimmung in Händen haben, der Zwischenraum zwischen beiden Festen volle sieben Wochen ist, während nach den Boethusiern, da ihrer Ansicht gemäß die Zählung der 50 Tage nicht mit dem zweiten Tage Peßach beginnt, sondern mit dem in das Fest treffenden Sonntag, der Zwischenraum oft um mehrere Tage sich ausdehnt. *) Indem der Ausspruch dem Chija beigelegt wird, durfte man vermuthen, daß er dem Sifra entnommen sei; daß er sich bei uns da nicht findet, mag vielleicht daher rühren, daß er wegen seiner Unverständlichkeit aus demselben zurückgelassen worden ist. — Eine weitere Besprechung hätte auch der Ausspruch der Peßiktha (109 b) verdient, אנכי, ich, sei ursprünglich ägyptisch; die P. scheint die erste Quelle für diese weiter in andere Midraschim übergegangene Aeußerung zu sein (vgl. Anm. 182); aber Hr. B. unterläßt es, diese merkwürdige Behauptung, welche allerdings im Aeghptischen und Koptischen ihren ^Anhalt findet, (vgl. Ebers, Aegypten und die Bücher Mose's I. S. 109 Anm. 3.), und welche auf eine gewisse Bekanntschaft des Vers, der P. mit dieser Sprache hindeutet, näher zu erörtern. Die Einleitung des Hrn. B. bespricht in 1. den Namen Peßiktha, in 2. die vorgebliche Autorschaft Kahana's, in 3. ihre Verschiedenheit von Peßiktha rabbathi wie in 4. die von Lekach tob des Tobia ben Elieser, welche zuweilen die kleine Peßiktha genannt wird**). 5. und 6. stellt alle Anführungen bei alten Schriftstellern, zumal bei Nathan und Jalkut, zusammen, welche auf die Peßiktha zurückgehen und bei halachischen Fragen, wo nach ihr entschieden wird. Während in 7. auf Citate aus der P. hingewiesen wird, die sich blos in rabbathi finden, in 8. auf solche, die in beiden vermißt werden, werden in 9. Entlehnungen angegeben, welche nicht ausdrücklich auf sie zurückgeführt werden, und in 10. Aftercitate be- *) Auf die Stelle in Koh. r. hat mich schon vor einiger Zeit Hr. Rabb. D1\ Hochstädter in Ems aufmerksam gemacht, doch erinnere ich mich nicht mehr, welchen Sinn er derselben beigelegt hat. **) Wenn Herr B. S. VIII. die Iahresangabe רף 0ר" in דאתתס^ו berichtigt, so ist dies keine Berichtigung, sondern blos Umschreibung in die gewöhnlichere Form; auch jenes bedeutet 4866.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.