Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 7 (1869)
- Issue
- 3 (1869)
- Date
- 1869-01-01
- Page
- Seite 191 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Peßiktha. 191 anzuführen, bemerke ich, daß selbst meine sehr abgekürzte Handschrift Lesarten bietet, welche Hrn. B. sehr dienlich gewesen wären. So steht dort unter ובפ' ויתי ביום כלות :צב וכר': קבלו־, was die Vermuthung auf 8 b (Anm. 144) bestätigt, unter אוותכטי heißt es: אוכלות אוותיטיות (lies 'על (ע (vgl. 16 b Anm. 111), unter :גרבלס ובפס׳כו תעוא (vgl. 19b. Anm. 151), unter ר' ברכית אבל' :ברבריא בלי־כי ברברית (vgl. 58 b. Anm. 37), אפקליטון ist dort ein besonderer Artikel (vgl. 84b. Anm. 88) und sonst noch Anderes. Aus den zahlreichen Anführungen bei Aruch erkennt man nicht blos, daß die Peßiktha in seinen Augen von hohem Werthe war, sondern auch daß sie viele Wörter enthält, die der Erklärung bedürfen. Das sind nun freilich zumeist ausländische, griechische Eindringlinge, welche in Palästina sich sehr verbreiteten und uns oft in der corrumpirtesten Gestalt vorliegen, die sie zum Theile schon im Munde des anders organisirten semitischen Volkes angenommen haben mögen, die zum größeren Theile ihnen von der Unkenntniß der Abschreiber ausgeprägt worden. Nathan liest sie meist sehr richtig und erklärtste auch angemessen; Hr. B. weist dieselben, nach dem Vorgänge Musafia's und Anderer, nach ihrem griechischen Laute nach. Vielleicht läßt sich bei einigen rechten, bei andern zweifeln. So dürfte 43) בלילנית a) die richtige Lesart sein und keiner Correctur bedürfen, wie Anm. 28 vorgeschlagen wird; es ist fialavia Schwärze. Ob 104) אליקי ab) wirklich aX10xa sein kann, ist unsicher; das Wort soll Wohl bedeuten: erst dann, richtig ist daher אבי (nicht איני), was das folgende בלשאיי beweist. Vielleicht hängt das Wort mit tixfj zusammen. Jedoch diese Fremdlinge haben nur geringen sprachlichen Werth; weit mehr muß uns das semitische Sprachgut interessiren, das uns in der Peßiktha aufbewahrt ist und in seinen eigenthümlichen Stämmen und Bildungen für andere jüdische Stellen wie für die verwandten Dialekte Aufklärungen bietet. Für גזא, vergelten, das der Vrf. der Peßiktha rabbathi mit פרע umschreibt (24 b und Anm. 68), brauchte nicht das Arabische herangezogen zu werden, es ist ächt aramäisch, findet sich in Palästinischen Thargumen, im Jerusalemisch-Syrischen und im Samaritanischen. — Das biblische ^עי nimmt die Peß. (28 a) in der Bed.: vor Durst verschmachtend; sie steht darin nicht allein und hat mehrere alte Uebersetzer darin zu ihren Genossen (vgl. diese Ztschr. Bd. VI. S. 206 Anm. 2.). — Auffallend ist, daß Hr. B. an