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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1869-01-01 · 3 (1869) · p. Seite 189

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
7 (1869)
Issue
3 (1869)
Date
1869-01-01
Page
Seite 189 (sequence 29)
Language
German
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Peßiktha. 189 und wird er uns so ein erklärender Führer, aber auch dann verwischt er damit Ausdrücke und Phrasen, die uns gerade wegen ihrer Seltenheit von Wichtigkeit sind. An andern Orten aber mißversteht Jalkut die ihm vorliegenden Worte, verstümmelt sie oder umschreibt sie nach falscher Auffassung, und da führt uns erst das Original zu richtiger Einsicht. Hr. B. macht auf diese Umstände mit allem Fleiße aufmerksam (vgl. S. 2 a. Anm. 25 und häufig). Wir heben hier nur ein nach andern Seiten hin sehr belehrendes Beispiel hervor. An die Verse 4. Mos. 29, 39. 2. Mos. 13, 10. 5. Mos. 26. 15. 16 anknüpfend, bemerkt die Peß. (194a), die Thorah deute hier überall damit an: תנייך יונליא. Hr. B. erklärt (Anm. 79) diese Redensart, für die er keine ähnliche Stelle aus dem Gebiete des Midrasch anführt, ganz richtig mit: die (festlichen) Tage mögen sich wiederholen (euch oft wiederkehren), und diese Erklärung (von chald. תנא, wiederholen) wird bestätigt durch eine andere Lesart in der zweiten Recension, welche sich von diesem Stücke in Handschriften vorfindet und von Hrn. B. mit abgedruckt ist, wo die betreffende Stelle in hebr. Umschreibung lautet: חדלו עורכים תירם תזת בטובת, und ebenso hat Thanchuma z. St. im Deuteronomium dafür (was Hr. B. übergeht): תזכת לעונת תבאת, wie ein Mensch dem, der ihm eine neue Frucht reicht, segnend mit den Worten dankt: יתי רצון עותעונת ותתן לי לעונת אחרת (ed. Ven. 1545 f. 96 b.). Nun nimmt zwar Jalkut die Worte des Thanchuma z. St. auf (§. 938, er liest: תעונת לעונת אחרת und י׳ר׳עו׳ו׳ל׳ל׳תבאת), er führt ebenso zu Numeri (§. 782) die Worte der zweiten Recension aus der Peßiktha an, aber bald darauf (§. 783), wo er die Stelle aus der ersten Recension wiedergiebt, lesen wir drei Male תנלנין statt תניין. Mag nun dieses Mißverständniß von dem Sammler oder von einem späteren Abschreiber herrühren, jedenfalls wären wir ohne Einsicht in das Original der Peßiktha um einen Ausdruck gekommen — auch in Aruch findet er sich nicht —, der nach einer andern Seite hin eine erfreuliche Bestätigung darbietet. Ich habe nämlich in der Deutschen morgenländischen Zeitschrift (Bd. XXII S. 537) nachgewiesen, daß die am Schluffe samaritanischer Festlieder so häufig vorkommende — und, von M. Heidenheim mißverstandene — Phrase: תנים יונלת (auch mit dem Zusatze: חרים בעולמת ,מאת עונת (בחייכם), vgl. noch ferner in Heidenheim's Vierteljahresschrift III S. 112. 364, mit dem Zusatze בעועו, und 370) bedeutet: wiederholt möge dieser Tag euch kommen, zuweilen

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