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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1869-01-01 · 3 (1869) · p. Seite 188

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
7 (1869)
Issue
3 (1869)
Date
1869-01-01
Page
Seite 188 (sequence 28)
Language
German
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188 Necmsionmhervorhebe, als er es am Ende seiner Einleitung gethan. Die vorliegende Ausgabe ist sonst, wie gesagt, mit voller Sachkenntniß und dem hingebendsten Fleiße bearbeitet und sie vervollständigt unsere Einsicht in die Midrasch-Literatur in sehr angemessener Weise. Freilich bietet diese ganze Literatur eine ermüdende Wiederholung desselben Materials, sie ist das Zeugniß einer höchst unproductiven, gedankenarmen Zeit, die nichts Anderes zu thun weiß als das Vorliegende, höchstens in anderem Zusammenhänge, aber kaum unter neuen Formen, zu reproduciren, und so finden wir auch unsere Erkenntniß in keinem Punkte durch die Ausgabe dieses Midraschwerkes bereichert, weil es in späteren Werken vollkommen ausgenutzt ist. Dennoch ist es von Belang, daß die Peßiktha als der ältere Midrasch, daher als Quelle aller späteren Schriften auf diesem Gebiete, uns in ihrer authentischen Gestalt zugänglich geworden und deren Verwilderung, welche durch die Unkenntniß von Abschreibern und Herausgebern in diesem Literaturzweige eingerissen, durch sie und namentlich durch die ihr gewidmete Sorgfalt des Hrn. B. gesteuert wird. Kaum dürfte zwar — selbst wenn spätere Zusätze und Interpolationen außer Acht bleiben — Hr. Buber Zustimmung finden, wenn er die P. die älteste palästinische Hagadah nennt, sie nicht blos dem Bereschith rabba, sondern auch der jerusalemischen Gemara voranstellen möchte, vielmehr wird eine besonnene Kritik bei Z.' Annahme,.daß sie erst um 700 ausgearbeitet worden, fich beruhigen. Allein auch nach dieser Annahme bleibt sie eine höchst beachtenswerthe alte Grundschrift, aus der die Masse des Nach- Wuchses blos abgeleitet ist. Sie bleibt uns, wenn auch ihr Inhalt erschöpfend in diese späteren Werke übergegangen ist, deßhalb wichtig, weil die letzteren es an Mißverständnissen, die theilweise auf die Verfasser der Werke selbst zurückgeführt werden müssen, nicht haben fehlen lassen und diese nunmehr gehoben werden. Die Nachweise darüber bietet Hr. B. in reichem Maße, vielleicht zuweilen etwas verschwenderisch und mit unnützen Wiederholungen, doch jedenfalls mit Einsicht. So bietet der Jalkut den überwiegenden Theil der Peßiktha vollständig und wörtlich, und er hat für sie fast den Werth einer guten alten Handschrift; allein andererseits hatte dieser Sammler auch die Gewohnheit, ungewöhnliche und unverständliche Ausdrücke und Sätze durch bekanntere und leichtere zu ersetzen. Zuweilen, wir dürfen wohl sagen: meistens kannte oder errieth er das Richtige

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