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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1870-01-01 · 2-3 (1870) · p. Seite 179

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
8 (1870)
Issue
2-3 (1870)
Date
1870-01-01
Page
Seite 179 (sequence 99)
Language
German
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Stein: Thalmud. Terminologie. 179 ist die Formel ״ ,תלמוד לומר(das ist) eine Lehrerweiterung, eine zu erschließende Bestimmung (, welche es der Schrift nöthig macht) zu sagen," dann auch ״ ,מד! ת״לwas ist denn für eine Ausdehnung der Vorschrift (, so daß es nöthig ist) zu sagen," oder ״ ,אין ת״לes ist ja keine Ausdehnung u. s. w." — Unter אמר gehört auch die Besprechung von מלומר (bei St. S. 29a oben), worin das Khaf ziemlich überflüssig steht und das dem bibl. לאמר entspricht: das heißt, nämlich, ganz wie im Syrischen ך-*/ (vgl. Bernstein in Ztschr. der Dm. G. IV S. 209). Ebenso ist unter!אן Mehreres zu berichtigen und zu ergänzen. Hr. St. bemerkt einen dem Thalm. eigenthümlichen Gebrauch des Wortes im Sinne von ״aber" und führt dafür die Stelle (Bar.) Bezah 29a an. Allein gerade in dieser Stelle ist die Bedeutung des Wortes die ursprüngliche ״auch," wenn auch ein ״aber" in dem Satze hinzugedacht werden mag. Verkäufer von Oel, wird nämlich dort berichtet, hielten sich verpflichtet, die im Maßgefäße zurückbleibenden Ueberreste zu sammeln und sie, da sie sie nicht als ihr rechtmäßiges Eigenthum betrachteten, den Verwaltern des Heiligthums zu überreichen; diese bemerkten ihnen darauf, sie seien dazu keineswegs verpflichtet, das sei einmal selbstverständlich beim Oelausmessen und sei kein Zurückhalten fremden Eigenthums, allein die Verkäufer antworten: אף אנו אין רצוננו ככף, allein auch wir haben kein Verlangen danach, wollen es nicht als unser Eigenthum betrachten, wenn auch die Käufer diesen Rest nicht als das ihrige ansprechen können, so wollen jedoch auch wir davon, als von einem uns rechtlich nicht mehr Angehörigen, keinen Genuß haben. habe oder ob nicht vielmehr ןשתלניי (in einem Worte und ohneDaleth am Ende) gesprochen worden sei in dem Sinne ״es muß unter allen Umständen bezahlt werden". Während nun in der Gem. a. a. O. Huna, wie der vortragende Lehrer hieß, seinen ihn anfragenden Sohn und Schüler bedeutet, er habe יש תלמוד gesagt, ist merkwürdiger Weise in Sisra zu 3 Mos. 5, 23 (6, 4) die in der Gemara als irrig bezeichnete Lesart (ישתלמו (מכל בלקום ausgenommen, während dieselbe doch wohl blos eine später versuchte erleichternde Lesart und die ursprüngliche in der Gemara aufbewahrt ist. Auf diese abweichenden Lesarten macht bereits Aaron ibn Chajim aufmerksam in dem Commentare zum Sisra, Korban Aharon, z- St., während Abraham ben David und Weiß in der Wiener Ausgabe darüber mit Stillschweigen hinweggehen, Jalkut z. St. (§ 479) Sisra mit ישתלמו מ מ und dann die Gemara neben einander aufnimmt! 12*

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