Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 8 (1870)
- Issue
- 2-3 (1870)
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 171 (sequence 91)
- Language
- German
- Belongs to
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S chnnedl: Studien. 171 דשאי׳ Schabb. 140 9. ganz richtig mit Raschi zu übersetzen: ich empfand, wie es schon Koheleth 2, 25 vorkommt, und der parsische Zuzug (S. 112) ist ganz unnütz. טלבלא, Laib Brod, ist auch syrisch, *na, wie Aruch Schabb. 108d liest, ist gleichfalls syrisch und wird für das hebr. טרת gesetzt, heißt demnach bestreichen (vgl. noch 3 Mos. 11, 42. 48; 2 Chr. 34, 10. 11), während תרא dem hebr. שרד entspricht und einweichen heißt (vgl. Chronik des Dionysius 163, 1; Barhebräus 527, 20). Wozu bei כיף (S. 113) von der bekannten aramäischen Bedeutung: Fels, abzuweichen ist, sieht man wahrlich nicht ein. Möglich ist Wohl, daß בן מגרסת ebenso wie das griechische Bagoas baktrischen Ursprungs sind und das Wort dort geradezu einen Verschnittenen bezeichnet; allein wie Bagoas bei Josephus in Alterth. XVII, 2, 4 doch offenbar ein Eigenname ist, so auch sicher בן מגרסת in Mischnah Jebam. 8, 4, und dürften Wohl beide Personen identisch sein, indem gerade der von Josephus berichtete Glaube von des Bagoas zurückkehrender Mannheit die Halachah veranlaßt, für dessen Frau die Schwagerehe zu verlangen. בלזייא kehrt im Jerusalemisch - Syrischen transponirt wieder als )^J. פרג, sich ergötzen (S. 117), ist syrisch; רעי, Unrath, ist nichts Anderes als das bibl. ראי und bedarf keiner bak> trischen Analogie (S. 119), und שתת heißt nicht: waschen, sondern herabfließen. An diesen einzelnen Beispielen dürste es genügen, um den Eifer abzukühlen, mit dem iranische Eindringlinge ausgesucht werden. Daß es bei Hrn. Sch. an scharfsinnigen und gelehrten Bemerkungen nicht fehlt, die Beachtung verdienen, versteht sich von selbst. Dennoch begleiten wir ihn lieber in den ihm früher ureignen Gebieten, wenn er die jerusalemische Gemara beleuchtet, Schätze des Mittelalters aufgräbt, mit frischem und heiterem Muthe die Winkelzügigfeit unerbittlich verfolgt, und wir bedauern es, daß nur der geringste Theil dieses Heftes solchem Stoffe gewidmet ist. 23. Sept. 2. Studien über jüdische, insonders jüdisch-arabische Religionsphilosophie von 1)1׳. A. Schmied!. Wien 1869. VIII u. 332 S. 8. Mit dem rubricirten Buche, wie es sich als ״Studien" giebt, können wir unsere volle Befriedigung ausdrücken. Es behandelt in 16 Abschnitten verschiedene religionsphilosophische Probleme nach