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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1870-01-01 · 2-3 (1870) · p. Seite 170

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
8 (1870)
Issue
2-3 (1870)
Date
1870-01-01
Page
Seite 170 (sequence 90)
Language
German
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170 Recensionen. fischen Namen beibehalten haben, ohne daß man mehr in irgend einer Beziehung zu den Parsen stand, daß man weiter von dem Amte eines סק, eines גזבר spricht, ohne daß man den parsischen Ursprung dieser Worte ahnte. Ist etwa unsere Wissenschaft darum heute noch von gegenwärtigen arabischen Einflüssen beherrscht, weil wir eine ganze mathematische Disciplin mit dem Namen ״Algebra" bezeichnen, weil wir von Zenith und Nadhir in der Astronomie sprechen und vieles Aehnliche, noch heute (zumal in Spanien) der Verkehr mit den Arabern ein ununterbrochener, weil der Admiral die Seemacht befehligt und der Algazil noch sein Amt unter diesem Titel weiter verwaltet? Ebenso selbstverständlich ist es, daß dann wieder später in der babylonischen Gemara sich der Einfluß des Parsischen geltend machte und neue sprachliche Einwanderer sich einbürgerten. Allein auch hier scheint mir Hr. Sch. in seinen Zusammenstellungen (S. 98 ff.) das Maß zu überschreiten. So ist (zu S. 108) אסתקר in Khethub. 62 b (nach der Lesart des Aruch) offenbar nichts Anderes als nach seiner aramäischen Bedeutung: da er aufblickte, so bleibt (das.) אסתרא der griechische Stater und ist nicht aus dem Pehlevi zu erklären. Ebenso ist zu Gittin 65b gewaltsam das Pehlevi herbeigezogen (S. 174, Zusatz zu S. 101). Es handelt sich dort um den Unterschied zwischen פטרח־־ג, Pael, und!פטרוד, Kal, und um die Verschiedenheit in der Aussprache der Vocale zwischen den Palästinern und den Babyloniern: Erstere neigten sich bei beiden Vocalen, dem a und dem i, wenn sie rasch ausgesprochen wurden, zum E-Laute, so daß die zwei Formen nicht genügend zu unterscheiden waren, während die Babylonier sie schärfer aussprachen und eine Verwechselung nicht möglich war. So ist (S. 109) בקי, schreien, klagen, ein ganz gewöhnliches syrisches Wort, deßgleichen ברחא, vgl. die Scholien des Barhebräus zu Hiob 28, 18 (6ä. Bernstein p. 14 u. ecl. Schröter p. 2 N. 2)־ so ist ברמדאן־ im Tharg. 1 Sam. 19, 24 gewiß richtig von Levy mit ״geistesverwirrt" nach dem Syrischen erklärt, wie es schon Menachem ben Chelbo bei Raschi im Namen eines Arabers auffaßt, und ist diese Erklärung eine Umschreibung des Thargum für das indecente ״nackt". — Es ist doch sicher gewaltsam, in dem üblichen דורק nicht einfach Scoqov , sondern ein erträumtes pehlevisches Wort sehen zu wollen (S. 111). וטיב (S. 112) ist das G u - arab. Schlauch, hier Samenbehälter. So ist חציוי oder

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