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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1870-01-01 · 2-3 (1870) · p. Seite 147

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
8 (1870)
Issue
2-3 (1870)
Date
1870-01-01
Page
Seite 147 (sequence 67)
Language
German
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Das Targum der Chronik. 147 allmählich eine Art von Pflicht geworden, unbekannte Personennamen auf bekannte bedeutende biblische Personen zu beziehen und aus denselben Stoff zur midraschischen Illustration des anderweitig bekannten Geschichtlichen zu ziehen, da zumal die alten genealogischen und ethnologischen Berichte nicht mehr das alte Interesse und Verständniß vorfanden. Daher finden wir schon im ersten Kapitel viele oft interessante Deutungen von Völkernamen, wie z. B. der arabischen, Wohl als ungastlich verschrieenen Völker mי und חככרבלות V. 21. Sonderbar ist's, wenn V. 43 בלע mit בלעם und לבן dem Aramäer zusammengeworfen wird, vergl. Sanhedr. 105 f. und Ab. Ezra's Comment. zu Genes. 36, 32. (Wollte man vielleicht der Kritik gegenüber das verrätherische לפני נללך בל לך לבכי ינצראל Genes. 36, 31 dadurch in der Beziehung auf Moses sichern?) Auch V. 51 wird den Namen בלי זחב ,כלטרד und דזדד, resp., wie viele Lesarten lauten, חדר, eine Geschichte entlockt. — Die Namen der alten Phylarchen und Patriarchen werden mit bekannten geschichtlichen verschmolzen: I 2, 55 יעבץ mit עתניאל, vergl. Themura 16 a; 18 ,2 כלב בן חצרון mit 15 ,4 כלב בן יפנה, siehe Themura das. und Sota 11 d; אפרת, die Mutter des Chur 2, 18 mit Miriam (vergl. Joseph. Alterth. 3, 2) und ebenso auch die Namen der anderen Frauen des Kaleb 4, 18 יריעות und עזובח auf Miriam gedeutet, siehe Sota 11 und Schemoth Rabba 48. Auch die daselbst genannte Tochter Pharao v ließ leicht eine Beziehung auf Moses auffinden, und rasch ist das Deutungssystem bei der Hand in 11 ירד אבי גדור חבר אבי נצרכו. s. w. Beinamen des Moses zu suchen, den sie, die jüdische Proselytin — daher der Name יחודיח —, so gut wie ״geboren" nämlich großgezogen hat (s. Megilla 13 a und Sanhed. 19 d). — Und so wurde aus den todten Namen V. 22 und 23 lebendige Geschichte geschlagen und — siehe Baba Bathra 91 d — gedeutet: יוקים זה יחונצע נצחוקים (נצבועה)? ואמצי כוזבא אלו אנצצי גבעון נצכזבו ביחונצע ויואנצ ונצרך אלו בלחלון וכליון אנצר בעלו לנלואב נצכנצאו כנצים בלואביות ומצבי לחם זו רות u. s. w. In Ruth Rabba p. 2 werden noch verschiedene andere Deutungsversuche gemacht, und ist darunter besonders das interessant, daß hier noch die alte Lesart V. 21 בית עבודת חבוץ לבית אינצ בעל durchschimmert. Man bezog anfangs die anstößige Stelle auf die Götzen- und Unzucht-Priesterin Rahab (Josua 2 und 6, 15) und deutete demgemäß das ganze Folgende auf diese Zeit. Oder man dachte an die Arbeit für den israelitischen Tempel mit 10*

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