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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1870-01-01 · 2-3 (1870) · p. Seite 133

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
8 (1870)
Issue
2-3 (1870)
Date
1870-01-01
Page
Seite 133 (sequence 53)
Language
German
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VI. Die Wiederholung in Genesis Cap. 24. 1ZZ Wunsch nach einem noch längern Verbleiben des Mädchens bei ihnen ausgedrückt wird, ein Umstand, dem auch der Midrasch eine gesuchte Deutung unterlegt. Von dem ursprünglichen Erzähler würde Wohl wie in V. 50 Laban und Bethuelx) genannt sein; der Ergänzer aber, der kurz vorher (V. 53) erwähnt fand, der Knecht habe dem Bruder und der Mutter Leckereien * 2) gegeben — wie sie allerdings für diese und nicht für den Vater passend waren —, zieht dieselben Personen hierher auch bei einem Gegenstände, der von solcher Wichtigkeit war, daß der Vater Wohl ein entscheidendes Wort mitzusprechen hatte. Es genügt an diesen charakteristischen Merkmalen einer künstelnden Einschaltung aus späterer Zeit, und wir können kleinere zweifelhaftere Kennzeichen übergehen. 19. Febr. Anmerkung. Man merkt der ganzen Darstellung von der Geschichte der Erzväter das eifrige Bestreben an, den sich entgegenstellenden Vor- Wurf zu bekämpfen, als habe Israel in der Vergangenheit gar keinen Antheil am Lande Kanaan, namentlich am diesseitigen gehabt, sie seien eben lediglich Eindringlinge, die von Aegypten Vertrieben worden und sich jenseits des Jordan festgesetzt haben, woher sie den Namen Jbrim, Jenseitige, erhalten haben. Dem entgegen ward die Behauptung durchgeführt, Jsrael's Stammväter seien nicht von jenseits des Jordan, sondern von jenseits des Euphrat herübergekommen, tragen davon ihren Namen, seien nur, wenn Hungersnoth ausgebrochen, nach Aegypten zeitweise gewandert, dann immer wieder nach der in Kanaan gewonnenen Heimath zurückgekehrt. Das *) Man dürste vielleicht mit Recht auch in V. 50 auffallend finden, daß der Sohn vor dem Vater genannt ist; allein auch hier bestätigt sich die vortreffliche Bemerkung meines Bruders (דברי קהלת S. 3111, daß in Bibel und Thalmud — auch in den modernen Sprachen — das kürzere Wort dem längern vorangeht, daher die Söhne Gad's in der Regel vor den Söhnen Rüben's stehn, wenn sie zusammen genannt werden, im Thalmud גם וקדועגין, חופה! וקדועגץ u. A., gesagt wird, obgleich sachlich das Letztere dem Ersteren vorangeht und daher frühere Nennung verdiente. 2) Das ist wohl sicher hier die Bedeutung von מגדנת wie es auch Bereschith rabba erklärt; in Esra uud Chronik entlehnte man erst den Ausdruck zur Bezeichnung von Kostbarkeiten.

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