Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 8 (1870)
- Issue
- 2-3 (1870)
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 131 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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VI. Die Wiederholung in Genesis Cap. 24. 131 den: Hilf doch, genügender Beweis für die späte Zeit, welcher der Psalm angehört. Und so ist auch das zweimalige אעוד חרא עשח 1 ח' מצליח (בידר) Mos. 39, 3. 23, welches nur das vorausgehende ח' אחר zu erklären bestimmt ist, sicher auch der Zusatz eines spätern Ergänzers 1). — Das Wort wird nun in Kal und Hifil auch mit *דק verbunden. Mit Kal ist דדך Subject, und so heißt צלחח דרכר: sein Weg hat Gedeihen, ist glücklich (Jerem. 12, 1. Nicht. 18, 5^) ). Mit Hifil ist דרך jedoch nicht eigentliches, sondern nur entferntes Object, הצליח דרכר heißt, dem älteren Sprachgebrauche gemäß, nicht: er (der Mensch) verschafft seinem Wege Gedeihen, sondern: er erlangt fortschreitendes Gedeihen in Betreff seines Weges, so daß sein Weg immer gedeihlich ist, daher ist das Subject immer der, dessen Weg gedeiht, nicht etwa ein Anderer, der ihm Gedeihen verschafft. Beispiele sind: 5 Mos. 28, 29. Josua 1, 8. Jes. 48, 15. Ps. 37, 7. Nur unserem Stücke gehört in vierfacher Wiederholung an der Gebrauch der Phrase: ה' חצליח דדבר, Gott giebt seinem (des Menschen) Wege Gedeihen, in voller transitiver Bedeutung, und hieran haben wir einen sprechenden Beweis, daß der ganze V. 21 — eine theilweise Erklärung für die rasche Ueberreichung der Geschenke von Seiten des Knechtes — ein Zusatz eines spätern Ergänzers ist und zwar desselben, der ihn zwei Male in der ihm angehörenden Wiederholung einfügt (V. 40), theils für das ältere חקרח (V. 12) setzt (V. 42), und der Gebrauch derselben Phrase V. 56 läßt auch in diesem die gleiche Hand erkennen. Denn auch dieser Vers und Wohl auch der vorangehende V. 55 ף Auch der ganze V. 2, der so ungelenk mit seinem dreimaligen ריחי erscheint, zwar איש מצליח in dem srüher üblichen Sinne gebraucht, aber doch in schleppender Participialconstruction, im Ganzen aber sehr überflüssig ist, scheint Zusatz eines Ergänzers zu sein, der Alles was später (V. 3. 4) vorausgesetzt wird, ausdrücklich berichten zu müssen glaubt. 2) Es ist hier zu punctiren: חתצלח דדברר, ob unser Weg (Vorhaben) Gedeihen haben, gelingen wird. Im Hrfil wird das Wort nur von der Person gebraucht, welche das Gedeihen erlangt. Wenn die Punctatoren in gezwungener Weise dennoch die Vocale des Hifil vorziehen, so daß sie die ungewöhnliche defecte Form statuiren, so leitete sie wohl der Umstand irre, daß das Gedeihen, Gelingen, erst in Zukunft eintreten sollte; allein das ändert Nichts an der Bedeutung, das ist blos ein zeitliches Werden, nicht aber ein inneres Wachsen. 9*