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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1870-01-01 · 2-3 (1870) · p. Seite 128

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
8 (1870)
Issue
2-3 (1870)
Date
1870-01-01
Page
Seite 128 (sequence 48)
Language
German
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128 VI. Die Wiederholung in Genesis Cap. 24. nen, daß er aus andern Orten das, wie er glaubt, Hierhergehörige wiederholt, Dies im Allgemeinen wörtlich thut, aber dennoch bald absichtlich bald unwillkürlich kleine Abänderungen vornimmt. Er beginnt nun in V. 35 mit dem Gottessegen, der dem Abraham geworden, aus V. 1; da ist ihm aber der Ausdruck ^>םם zu knapp und doch wieder zu stark, und er umschreibt ihn nach Cap. 26, 13. 14. Er erzählt nun in V. 36 nach 21, 2 die Geburt Jsaak's, glaubt aber das Wunderbare im Berichte dadurch verstärken zu müssen, daß er nicht das hohe Alter Abraham's. sondern das der Sarah hervorhebt — während der Samaritaner und die 70 die Abweichung beseitigen zu müssen glauben und זקנתו lesen —, aber dabei verräth er dann seine Verschiedenheit von dem Schriftsteller, den er ergänzt, indem er sich nicht des diesem geläufigen Wortes זקנים bedient, sondern des in der Genesis gar nicht und nur bei Späteren vorkommenden זקנת. Er hält es für passend, auch sogleich aus Cap. 25, 5 hier vorweg zu nehmen, daß Isaak das volle Erbe Abraham's erhält, ja schon Wohl bei seiner Geburt erhalten habe. In V. 37—41 wiederholt er dann die Verhandlung zwischen Abraham und dem Knechte aus V. 2—9 mit den Ab- Weichungen, welche ihn als den Späteren charakterisiren. Das alterthümliche -שים יד תחת יק in V. 2 und 9 fällt bei ihm als außer Brauch gekommen weg. Von besonderer Bedeutung aber ist der folgende Umstand. Abraham beschwört den Knecht V. 4, daß er, um ein Weib für Isaak zu holen, nach ״seinem Lande und seiner Geburtsstätte" gehn solle; der Nachdruck liegt darauf, daß alle Glieder von den Urahnen Israelis von Aram Naharajim kommen und von Kanaan Besitz nehmen. Daher wehrt auch Abraham die Anfrage des Knechtes, ob, wenn das Weib nicht ״nach diesem Lande" folgen wolle, er den Isaak ״nach dem Lande, das Abraham verlassen", zurückführen dürfe, mit dem strengsten Ernste ab; der Gott, sagt er, der ihn ״von seinem Vaterhause und seinem Geburtslande Hinweggenommen", der ihm ״dieses Land" für seine Nachkommen durch Schwur verheißen, werde ihm sein Vorhaben gelingen lassen, so daß er das Mädchen ״von dort" bringen werde, den Sohn dürfe er auf keinen Fall ״dorthin" bringen. Der wesentliche Kernpunkt in dieser wie in andern *) Geschichten ist dem Erzähler, daß von ältester Zeit ג) Vgl. die Anmerkung am Schlüsse.

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