Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 8 (1870)
- Issue
- 2-3 (1870)
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 122 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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122 V. Steinschneider, das Kb'nigsbuch des Kalonymos. Meir) angegebene Handschrift Oppenheim gehört zu den beinahe 200 irrtümlichen Angaben dieser Art bei Wolf, die ich gesammelt habe. Zur näheren Begründung dieser Hypothese bemerke ich noch Folgendes: Kalonymos wird in einem Panegyrikus seines Zeitgenossen Immanuel (Bl. 209 a) in erster Reihe wegen seiner mathematischen Kenntnisse gerühmt (ידו להל זדחהבלות דזליבלודיות ראעוובד! und im Gedicht ביכזד;כלי דזביכה ist Mathematik bei Im- Manuel s. Jew. Lit. p. 351, vgl. Catal. Lugd. p. 59), und zu den, von Kalonymos übersetzten Schriften gehört auch die Arithmetik des Nikomachos (Cod. Münch. 36). K. war 1314 in Avignon (Catal. 111)1*. hebr. p. 1578 unten), hat wahrscheinlich dort um 1319 Empfehlungen oder Aufträge von Robert erhalten.ג) Robert ״der Weise" scheint sich für Alchemie, Astrologie u. drgl. besonders interessirt zu Habens und erinnert überhaupt an den spanischen Alfons ״den Weisen". Auf ihn paßt der Wunsch einer ״ruhigen Regierung". — Wenn de Lattas das ם' נללכים dem Vater des bekannten Kalonymos beizulegen scheint, der nur noch durch eine Erwähnung von Bedarschi bekannt ist, so möchte ich nunmehr zu der Ansicht zurückkehren, daß dies auf eine, noch sonst verkommende Weglassung des gleichen Vaternamens beruhe (Frankens Zeitschr. 1846, S. 275, Catal. libr. b. p. 1577). — Ein ם' זדבללך nennt übrigens de Lattas unter Mose Jbn Tibbon, und nur durch Ausfall einer Zeile hat Asulai die Schriften קץ לתהוכזד u. s. w. auf ״Samuel" (so auch bei de Lattas) b. Mose Melgueiri übertragen * 2 3); doch paßt das Uebrige nicht gut auf diesen Mose. *) Was Grätz, Gesch. VII, 305, darüber vorbringt, bedürfte einer ausführlichern Widerlegung, welche hier am Unrechten Orte wäre. 2) Siehe z. B. Cod. C0116g. Corp. Christi 244 bei Coxe, Catal. Codd. Colleg. etc. Oxon. p. 102, wo 11. A. das Testament des Raimund Lull und das Codicill vom I. 1321 (vgl. H e l f f e r i ch , Raimund Lull S. 83). 3) Vergl. Catal. libr. bebr. p. 2003 gegen Zunz, Zur Gesch. u. Lit. S. 472. lieber die weitere Confusion bei A s u l a i unter Mose Jbn Tibbon s. Hebr. Bibliogr. VIII, 77.