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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1870-01-01 · 2-3 (1870) · p. Seite 114

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
8 (1870)
Issue
2-3 (1870)
Date
1870-01-01
Page
Seite 114 (sequence 34)
Language
German
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114 IV. Die Säule des Mesa. einbüßten, wird mit den unmittelbar folgenden Worten auf der nächsten Zeile ausgesagt:!ואלא בד! ובבחד, ich erblickte an ihm und seinem Hause (die strafende Vergeltung, vgl. oben Z. 4), ganz entsprechend dem hebräischen לאד! ב, die Rache an dem Feinde erblicken, mit Wohlgefallen auf ihn bei seinem Untergange Hinschauen; wenn die Inschrift auch ״ בולan ihm" sagt, während 'Omri selbst, ja noch sein Sohn Ahab, doch die Herrschaft über Moab ausrecht erhielt, so spricht sie eben von ihm als dem Gründer der Dynastie, und deßhalb tritt auch kein weiterer Eigenname hervor, indem mit seinem Namen das ganze Geschlecht bezeichnet wird. Diese Freude über die Niederlage des 'Omri'schen Hauses führt sie noch weiter aus mit den Worten, daß Israel für immer nun untergegangen sei. Nachdem nun so im Allgemeinen von dem früheren Drucke, den Moab erdulden mußte und den es nun abgeschüttelt, gesprochen ist, wird nun ins Einzelne eingegangen. Omri, wird auf dieser und der folgenden Z. 8 berichtet, habe Medeba eingenommen und er und sein Sohn hätten dasselbe vierzig Jahre in Besitz gehabt. Die Regierungszeit 'Omri's und Ahab's zusammen beträgt zwar blos 34 Jahre, allein die runde Zahl von 40 darf um soweniger befremden als auch Achasia während der Dauer seiner Regierungszeit von zwei Jahren Medeba inne gehabt haben mag, wenn auch das übrige Moab sich unabhängig erklärt hatte, Joram selbst den Krieg gegen Moab Wohl nicht sogleich bei seinem Regierungsantritte unternommen haben und noch vier Jahre im Besitze genannter Stadt geblieben sein mag. Dann aber brachte den König von Moab sein Gott Khemosch in deren Besitz, was die mangelhaften Worte auf Z. S: בד! בנלש בינלי Wohl bedeuten, nicht daß Kh. dort herrscht. Der König bauet auch das Wohl in Trümmern liegende Baal-Me'on neu auf und errichtet neue Bauten daselbst. Das דאשוח , das Gan. hier jetzt erkannt hat, ist nicht mit fosse zu übersetzen, sondern erinnert an das bibl. אפחד, chald. אשיד, syr. die alle ,,Grundmauer" bedeuten. Vielleicht ist auch hier דאשת zu lesen oder getrennt: ד!אש ודז, wo dann das zweite Wort in וחינלד oder וחל zu ergänzen wäre. Dasselbe thut er mit Kirjathajim, ■קליתן, Z. 10, und wir haben hier die aramäische und arabische Bildung zfür das hebr. ים-, wie wir derselben Endung nicht blos bei andern Städtenamen wie דבלר1ן Z. 30 und 31 חולנן und 32 begegnen, sondern auch dem Dual נלאתך Z. 20 für נלאתים, während freilich auch צדדים — צהדם Z. 1s vorkommt. — ואש גד באדץ נלעלם

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