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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1870-01-01 · 2-3 (1870) · p. Seite 113

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
8 (1870)
Issue
2-3 (1870)
Date
1870-01-01
Page
Seite 113 (sequence 33)
Language
German
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IV. Die Säule des Mesa. 113 zu lesen, ist sehr unwahrscheinlich. In Z. 5׳ und 6 ist Wohl ויענו und אענו Pluralform: sie peinigten, nämlich die Israeliten oder auch mehrere Könige Israeli, die auf einander folgten und Moab unterthänig erhielten. Das Ales am Anfänge des Wortes אענר ist demnach nicht Präfix der ersten Person, die Form ist kein Futurum, wie Hr. G. annehmen zu müssen glaubt, sondern Jmperativ Asel, das in aramäischer Weise entsprechend dem hebräischen Hifil, gleichbedeutend mit Piel von ענד hier gebildet wird. Eine solche aramäische Form in dieser Inschrift zu finden, darf uns nicht auffallen, da wir, wie bereits bemerkt, einer ähnlichen אלתחם, dem Suffix für die dritte Person Mase. mit ד und der Endung ן für den Plural und Dual, hier gleichfalls begegnen. Sie drückten Moab lange Tage, weil Khemosch Wider sein Land (Moab) erzürnt war, wie übersetzt werden muß. Zu lesen ist: כי [ד]תאבף כמט, oder ist £תאנן die fünfte arab. Conjugation, wie wir später auch der achten begegnen? Mit בב:צצד ist Nichts zu machen; der Sinn verlangt באויעצד. — Daß der Plural sich auf mehrere Könige von Israel beziehe, wird ebenfalls nicht auffallen, wenn wir erwägen, daß Israelis Suprematie über Moab zwar mit Ahab's Tod aufhörte, aber nicht erst unter seiner Regierung begonnen hat, wie dies die Inschrift selbst bestätigt. In derselben Z. 6 nämlich lesen wir ויחלפד בנד: und ihm folgte sein Sohn. Hier haben wir das aramäische Suffix ד- — dem hebräischen ־ר, dem wir (vielleicht schon in Z. 4. 5 אדצד, jedenfalls) Z. 7. 8. (vgl. die dazu folgende Bemerkung) 10 und 19 wieder begegnen; aber hat die prägnante Bedeutung des arabischen in der Herrschaft Nachfolgen. Wir erfahren also, daß ein Vater und sein Sohn unter den Königen Israeli Moab unterdrückt haben, und wir gehn mit vollem Rechte von Ahab auf dessen Vater 'Omri zurück, wie denn von diesem sicher in der folgenden Zeile die Rede ist, vielleicht schon in dieser. Denn deren letzte Worte: בינלי אבלר dürfen Wohl schwerlich mit Hrn. G. übersetzt werden: Dans n168 jours j’ai (ou: il a?) dit, sondern sie möchten Wohl bedeuten: in den Tagen (ביבלי) des Omar (Omri). Denn die Möglichkeit, daß der moabitische Dialekt gleich andern aramäischen die Gutturale, namentlich Ales und 'Ain mit einander verwechselt, oder daß der Steinmetz einen Jrrthum begangen habe, liegt durchaus nicht fern. Daß aber die späteren Regenten aus diesem Hause des 'Omri ihre Herrschaft über Moab Vierteliahresschrist VIII. 2 u. 3. tz

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