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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1869-01-01 · 2 (1869) · p. Seite 143

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
7 (1869)
Issue
2 (1869)
Date
1869-01-01
Page
Seite 143 (sequence 63)
Language
German
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Schwarz: Hiob. 143 zurückschrickt (Bereschith rabba e. 11, wo bei Aruch richtig ל»תוהיה, wie auch aus Peßiktha, *) während bei uns und bei Jalkut minder richtig עליו). So auch hier: und wenn ich zurückspringe beim (vor dem) erbarmungslosen Schmerze. Jesaias faßt allerdings den Sinn, trotz der richtigen Erkenntniß der Wortbedeutung, etwas schief auf. Zu 7, 20 erkennt er (auch Moses Kimchi) das Thikkun Soferim in unserer Lesart, während es ursprünglich hieß: ich werde Dir zur Last. Richtig erkennt er zu 13, 9 den Stamm וזלל, welcher den Formen תהתלו und dgl. zu Grunde liegt (nicht התל). Wenn er 21, 13 יבלו mit בלותי (Ps. 92, 11) zusammenstellt, so muß man fast vermuthen, daß er die Psalmenstelle bereits in dem Sinne aufgefaßt hat, der für sie Urschrift S. 417 nachgewiesen ist. Eine seltsame Lesart bringt er, Wohl durch eine schlechte Handschrift derleitet, 34, 33, wo er הנלעמך liest, was freilich das Pathach des He erklären würde. Indem wir zu den Kimchi's übergehn, bleibt es kaum begreiflich, wie der Hr. Herausgeber bereits längst gemachte Veröffentlichungen in solcher Weise ignoriren konnte. Von Joseph Kimchi hat Dukes bereits im Literaturblatt des Orient 1849 und 1850 mehrfache Proben mitgetheilt und zwar aus derselben Oxforder Handschrift, welche Hrn. Edelmann Vorgelegen, ich habe in der 1856 veröffentlichten Biographie Joseph Kimchi's (Ozar nechmad I S. 96—119) über das in München befindliche Bruchstück aus dem Hiobcommentare Mittheilung gemacht (S. 111), was dem Herausgeber um so wichtiger sein mußte als gerade das in seiner Abschrift zum Schluffe von Ende des Cap. 36 an Fehlende aus dem Münchner Exemplar ergänzt werden konnte, überhaupt aber die Abschrift oder das Oxforder Original sehr abgekürzt zu sein scheint, während die Münchener weit vollständiger ist. Die von Dukes mitgetheilten Stellen stimmen nun zwar mit dem jetzt gedruckten Texte überein und zeigen, daß diese Abkürzungen der Oxforder Handschrift zuzuschreiben sind, allein auch der Herausgeber erlaubt sich sogleich am Anfänge eine Weglassung, die unverantwortlich ist. Zu 1, 6 führt nämlich I. K. die seltsame Ansicht des Saadias an, der Satan sei ein Mensch gewesen, wie die Stelle Dukes a. a. O. 1850 Lbl. 2 S. 22 f. veröffentlicht. Der Herausgeber läßt die ganze Stelle zurück. Sollte sie ihm etwa zu rationalistisch gewesen *) vgl. nunmehr dieselbe eck. Buber 103 a und Anm. 60.

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