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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1869-01-01 · 2 (1869) · p. Seite 93

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
7 (1869)
Issue
2 (1869)
Date
1869-01-01
Page
Seite 93 (sequence 13)
Language
German
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ist heidnisch. 93 des Omer fällt.- Wenn man indessen den Ausnahmetag stets als den 33. Omer und niemals als den 18. Jjar bezeichnet, so liegt der Grund darin, daß man, wie oben auseinandergesetzt worden, in späterer Zeit den Brauch selbst irrthümlicher Weise mit den 49 Omertagen in Zusammenhang gebracht.*) Dem 18. Monatstage aber wurde meines Erachtens nur deshalb die Ausnahmestellung angewiesen, weil die Zahl 18 im Hebräischen durch חי ausgedrückt wird. Da nehmlich חי in dieser Sprache ״Leben" bedeutet, so glaubt man in diesem Tage ein Präservativmittel gegen den Tod, einen Damm gegen den verderblichen, das Leben der im Monat Jjar Vermählten bedrohenden Einfluß der bösen Geister gefunden zu haben. Schreiben ja die Juden der Zahl חי noch heut' zu Tage die gleiche Kraft zu, wie dies schon die Spenden bei Gebeten für Kranke oder sonstigen Gelegenheiten zur Genüge bekunden. Gegen diese meine Ansicht könnte allerdings geltend gemacht werden, daß dies Spiel mit dem Zahlenwerthe der Buchstaben erst ein Product der kabbalistischen Anschauungen einer späteren Zeit sei, der 18. Jjar oder der 33. Omertag aber bereits früher als Ausnahmetag betrachtet wurde. Das letztere ist jedoch meines Wissens durchaus nicht nachzuweisen. In dem oben mitgetheilten Gutachten des Gaon Natronaj wenigstens geschieht dessen keine Erwähnung und auch der Verfasser des 86kibc>16 leket, der an gibt, daß an manchen Orten bis zum Neumondstage des Jjar Hochzeiten gefeiert werden, theilt ausdrücklich mit, daß nach dieser Zeit Eheschließungen gemieden werden, ohne zugleich den 33. Omertag als Ausnahme zu bezeichnen.**) Indessen kennen diese Ausnahmen bereits R. Jakob ben Ascher und R. Jerucham, ja selbst die TosaPhot, die unsrer obigen Mittheilung zufolge, von dem letzteren, wie von R. Josua ibn Schoeb herangezogen werden. Diese nicht näher bezeichneten Tosaphot *) Dieser vermeintliche Zusammenhang ist es auch, der den Versasser des Schibole leket verleitet, den Brauch durch die 49 Tage der Höllenstrafe, und R. Jerucham ihn durch das Gerstenopfer der Sotah zu moti- Viren, obgleich dadurch die Sitte in den Omertagen den Bart nicht zu scheren, von welcher R. Jerucham ebenfalls spricht, ganz ungerechtfertigt erscheint. ויפו מקובלות שכודגין ליעוא עד ר״ח אבל לאחר ר״ח כוחגין־ (** — .a. o. a. O שלא לישא

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