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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1869-01-01 · 2 (1869) · p. Seite 83

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
7 (1869)
Issue
2 (1869)
Date
1869-01-01
Page
Seite 83 (sequence 3)
Language
German
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ist heidnisch. 83 religiösem Gebiete in das des Judenthums eingewandert und da nationalisirt worden, eine Ansicht, deren Begründung in folgender Erörterung versucht werden soll. Von dem Brauche selbst und dessen Motiven berichtet R. Jakob benAscher im Tur Orach chajim 493 in nachstehender Weise: ״Es herrscht allenthalben die Sitte, sich zwischen Peßach ״und Azereth des Heirathens zu enthalten. Die Ursache ״hiervon ist, daß man sich in diesem Zeiträume nicht zu sehr ״der Freude hingebe, weil in demselben die Schüler R. Akibas ״gestorben. R. Isaak ibn Giat bemerkt jedoch, daß sich dieser ״Brauch nur auf die eigentliche Heimführung beschränke, weil ״im Grunde diese den Hauptanlaß zur Freude bietet. Sich ״zu verloben und den Trauungsact zu vollziehen ist demnach ״in dieser Zeit gestattet. Aber auch derjenige, der, gegen ״den Brauch verstoßend, die Braut heimgeführt, ist dafür ״nicht zu bestrafen, sondern dies nur im Vorhinein dem zu ״verbieten, der es thun will. So lautet auch die Entschei- ״düng der Gaonen." Den oben angegebenen Grund verwerfend, motivirt denselben Brauch in andrer Weise R. Jakob ben Aschers Zeitgenosse, R. Jerucham, der gleich diesem zu Ascheris Schülern zählt. In seinem 86xk6r Adam wechawah 5, 4. hebt er nehmlich hervor, daß man zum Omer gleichwie zum Opfer einer von ihrem Manne als des Ehebruchs verdächtig angeklagten Ehefrau (Sotab) sich der Gerste bediente, und fügt bei: ״Darum heirathet man nicht und läßt sich den Bart wachsen (kn der Zeit des Omer); obgleich man als Grund dafür aufgestellt, daß die 12,000 Schülerpare R. Akibas in dieser Zeit gestorben." R. Jerucham erblickt augenscheinlich in dem Gerstenopfer des Omer eine schlechte Vorbedeutung für die eheliche Treue der heimzuführenden Braut, weil auch für die der Untreue verdächtige Ehefrau 'ein Gerstenopfer (Ninebatk Knaoth) darzubringen war. Mit einer dritten Ursache des fraglichen Brauches macht uns der schon um die Mitte des 13. Jahrhunderts lebende Verfasser des Schibole leket, Zedekijah bar Abraham haropheh, bekannt, und in seine Fußtapfen tretend, R. Jechiel, Verfasser des Buches Tanja. Wir lesen nehmlich im 86bib016 16k6t 7, 74. außer dem Tode der Schüler R, Akibas im Namen eines verstorbenen Erklärers 6*

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