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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1869-01-01 · 1 (1869) · p. Seite 75

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
7 (1869)
Issue
1 (1869)
Date
1869-01-01
Page
Seite 75 (sequence 78)
Language
German
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Umschau. 75 scheint weniger auf einem Jrrthum zu beruhen als auf der so oft unfern Text verwirrenden absichtlichen Aenderung, welche anstößige Ausdrücke beseitigen wollte. So mochte es entweder den spätern Dichter selbst, welcher den Anfang des Ps. 37 auch zum Anfänge des seinigen (71) machte, oder einen spätern Abschreiber hindern, ihm zu sinnlich erscheinen, Gott einen Fels der Kraft, ein Haus der Vesten zu nennen, ihm schien מעוך, welches von der Himmels- Wohnung Gottes gebraucht wird, weit angemessener, und das בית בלהודות ward ganz verwischt. Riehm handelt S. 68398 ״ über ״Sargon und Salmanassar" ab. Gegenüber der Behauptung Delitzsch's: ״Es kann jetzt als feststehendes Ergebniß der Denkmalforschung gelten, daß Sargon der Nachfolger Salmanasiar's war" und der weiteren: ״Von Jdentificirung Sargons mit Salmanassar kann hiernach keine Rede mehr sein", hält R. an dieser Jdentificirung fest, sucht nachzuweisen, daß die früher dafür beigebrachten Gründe noch keineswegs erschüttert sind, die von den Entzifferern der assyrischen Denkmal-Inschriften dagegen aufgestellten Beweise theils auf willkürlichen Combinationen theils auf blos angeblicher und sehr wenig zuverlässiger Lesung dieser Inschriften beruhen, und er bemerkt, gestützt aus mancherlei Nachweise: ״Das noch weitverbreitete Mißtrauen gegen die Ergebniffe der Jnschriften-Entzrfferung ist jedenfalls theilweise nur allzu gerechtfertigt", Bedenken, welche sehr Beachtung verdienen. Einen wahrhaften sittlichen Ekel erregt das Gebühren der kirchlichen Blätter gegen die Brochüre von Mitzenius: ״Luther und die Kirche unserer Tage. Eine Betrachtung bei der Enthüllung des Luther-Denkmals" (man vrgl. z. B. nur die Aeußerungen der osficiösen Neuen Evang. Kirchen-Ztg. 1868 Nr. 30 S. 471). Möge der wackere Verfasser in diesen Schmähungen nicht minder als in dem weitverbreiteten Anklange, den seine Schrift bei unbefangenen, vorurtheilsfrei denkenden Menschen gewonnen, den Lohn finden für seine unter den gegenwärtigen Verhältnissen ihn hoch ehrende tapfere That! Die in Rede stehende Lutherfeier wurde bekanntlich mit der Aufführung des Oratorrums ״Paulus" geschlossen. Ein Kunstkenner hat die Wahl dieses Meisterwerkes, wie die Prot. K.-Z. Nr. 33 S. 787 sagt, mit folgenden Worten ״treffend" gerechtertigt: ״Paulus war der erste Protestant, Luther der zweite. Ueber ein Jahrtausend hinaus, wie von zwei Berggipfeln über eine unermeßliche Fläche, so von ihren Höhen über die Köpfe von Millionen

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