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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1869-01-01 · 1 (1869) · p. Seite 68

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
7 (1869)
Issue
1 (1869)
Date
1869-01-01
Page
Seite 68 (sequence 71)
Language
German
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Recensionen. aber sonst keine Gemeinschaft mit ihm. Auch hat nicht das Thargum der Hagiographen im Allgemeinen, wie es S. XXXIII heißt, Verwandtschaft mit der syrischen Uebersetzung, vielmehr nur das Thargum zu den Sprüchen, und Simon, der Vers, der Halachoth gedoloth, ist nicht aus Kairowan (S. XXXIV), sondern aus Kairo. Diese und ähnliche Einzelnheiten verlangen eine Berichtigung, vermindern aber den Werth des Buches nicht, das ein höchst brauchbares Hülfsmittel ist. 30. October. 3. Der Dichter Immanuel als Schrifterklärer. Seitdem de Rosst über seine handschriftlichen Schätze nähern Bericht gegeben, erfuhr man, daß der als Dichter hochgefeierte Immanuel ben Salomo aus Rom am Anfänge des vierzehnten Jahrhunderts auch zu den meisten Büchern der H. Schr. ausführliche Commentare geschrieben. Der bei dem Beginne des hebräischen Druckwesens gedruckte Commentar von ihm zu den Sprüchen war so selten wie handschriftliche Werke. Später gab de Rosst auch eine kleine Probe seines Commentars zu den Psalmen heraus. Diejenigen, die nun auf dem einen oder andern Wege so glücklich (!) waren, mit einer dieser Seltenheiten bekannt zu werden, konnten für dieselben höchstens ein bibliographisches Interesse von sehr untergeordnetem Werthe erwecken, und trotz dem Überschwanglichen Lobe, mit dem Immanuel in seiner Paradiesesfahrt seine Commentare beräuchern läßt, haben dieselben für die Exegese nicht die geringste Bedeutung, Auch bei seinem größeren, ihm befreundeten Zeitgenossen Dante ist die Scholastik ein unverdaulicher Bestandtheil seiner großartigen Dichtung. Immanuel vermeidet diesen Uebelstand meist als Dichter; bei ihm tritt die Scholastik mit ihrem trüben grübelnden Ernste zurück hinter den kecken, oft frivolen Humor. Umsomehr tritt dieser Mißstand in seinen Commentaren hervor. Sie sind nichts weiter als ein Aufkleben jener kahlen scholastischen Resultate auf die lebensvollen Worte der Schrift, die sie damit entgeisten. Man war daher auch auf eine weitere Veröffentlichung dieser Raritäten durchaus nicht begierig, man begnügte sich mit den weiteren bibliographischen Mittheilungen, welche Zunz, Steinschneider u. A. gegeben. Hr. Perreau scheint anderer Ansicht zu sein. Er beginnt im dritten Hefte von Merx' Archiv (S. 363 ff.) den Abdruck des Commentars zum Pentateuch und

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