Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 7 (1869)
- Issue
- 1 (1869)
- Date
- 1869-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 70)
- Language
- German
- Belongs to
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Neubauer: Geographie. 67 rabba c. 68 nicht eine weite Reise bezeichnen, wie S. 238 gedeutet wird, vielmehr nur ein Beispiel dafür angeben, daß von dem, welcher eine Reise unternimmt, sich zu ihr anschickt, gesagt wird, er habe sie gemacht, wenn er sie auch noch nicht vollständig ausgeführt; Cäsarea ist blos beispielsweise als bekannter Ort, wohin man häufig reiste, genannt ohne specielle Beziehung. — S. 245 Anm. 7 hätte der Vers, nicht unerwähnt lassen sollen, daß אביבלי כותאד gewöhnlich ״der Nabatäer" erklärt wird. Für Kallirrhöe (קללדי) konnte der Vers. (S. 254) die ältere Quelle des Sifre Deuter. § 6 (ed. Friedmann S. 66 b) anführen, vrgl. diese Ztschr. Vd. IV S. 120. — Ungenau ist, wenn der Vers. S. 333 berichtet, der Hohepriester habe für die Babylonier gebetet, daß ihre Häuser nicht durch Regenmenge unterwühlt würden; vielmehr thaten dies bei dem Eintritte eines solchen drohenden Ereignisses die Beistände im Tempel. — Unrichtig ist auch die Deutung von לשרן דזדיום auf S. 426 Anm. 4; das ist keine besondere Sprache, etwa ein Jargon, dessen man sich bediente, sondern es ist blos die vulgäre, ungenaue, nicht juristisch präcise Ausdrucksweise. Einleitend giebt der Hr. Vers, für sein des Quellengebietes unkundiges Publikum eine Orientirung darüber, die, wie er selbst sagt, nichts Neues, sondern einen ungefähren Ueberblick bieten soll. Doch müssen wir hier Einiges in Anspruch nehmen. So ist z. B. Halachah (דזלכזל) nicht die ״fortgehende" Ueberlieferung, wie S. XIV erklärt wird; das Wort hat zunächst mit Tradi- Lion gar nichts zu thun, es heißt vielmehr: der Gang, der Weg, das Verfahren, der Brauch, gerade wie נלכזלג, das arab. Ebenso ist Thoßeftha (תוספתא) nicht von אסף abzuleiten und ״Sammlung" zu erklären (S. XX), vielmehr von יסף und heißt: Zusatz (zur Mischnah). — Ueber Peßiktha sutratha scheint der Vrf. im Unklaren zu sein (S. XXVII), sie ist bekanntlich das ״Lekach tob" des Tobiah ben Elieser, und ist dieselbe zu den drei letzten Büchern des Pentateuch gedruckt. Daß der Vers, ferner von ״Midrasch rabba" spricht, als wäre dasselbe ein zusammenhängendes Werk, ist auch verwirrend; bekanntlich gehört der Midrasch zu den einzelnen biblischen Büchern, ja zu den einzelnen Büchern des Pentateuch sehr verschiedenen Zeiten an und ist daher von sehr ungleichem Werthe. Auch heißt blos der Midrasch zu den Psalmen nach seinem Anfänge: Schocher tob; der zu Sprüchen und zu Samuel ist lediglich mit dem zu den Psalmen zusammengedruckt, hat