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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1869-01-01 · 1 (1869) · p. Seite 65

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
7 (1869)
Issue
1 (1869)
Date
1869-01-01
Page
Seite 65 (sequence 68)
Language
German
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Neubauer: Geographie. 65 solche aufzufinden waren. Man hat nun den vollen Ertrag vor sich, der um so zugänglicher ist, als zwei Jndices, ein hebräischer und ein französischer, das Auffinden erleichtern. Bei dem reichen Detail wäre eine eingehende Recension nur dann möglich, wenn man alle Studien Hrn. N.'s selbst wiederholte. Eine solche beabsichtige ich durchaus nicht; nur um dem Verfasser zu beweisen, daß ich sein Buch dessen Werthe nach sorgsam durchgelesen, füge ich einige Bemerkungen an, die vielleicht bei einer zweiten Auflage oder bei einer Uebersetzung Berücksichtigung finden. S. 6 Anm. 1 ist dem Vers, wie schon dem alten Simson aus Sens in den Mischnah's SchebLith 6, 1. Challah 4, 8 der Ausdruck ולפנים auffallend, da nicht von dem Lande ״nach Innen", vielmehr von dem nach Außen die Rede ist, also ולחוץ erwartet werden müßte. Allein לפנים hat auch die allgemeine Bedeutung: weiterhin, ohne eine Richtung anzugeben. — S. 45 Anm. 1. Ob meine Jdentisicirung von חדודו mit Adida (vgl. S. 85 f.) in dieser Ztschr. Bd. III S. 200 s. eine Beachtung verdient hätte, muß ich der ׳׳ Beurtheilung Anderer überlassen. — S. 65 und Anm. 6. Die Worte der Mischnah, Ende Sotah: דזגליל יחרב והגבלן יעןום haben eine weit schärfere zeitgeschichtliche Beziehung, als der Verf. darin erkennt, sie wollen sagen, daß zur Zeit der Ankunft des Messias die anarchischen Wühlereien der dem Juda aus Gaulonitis in Galiläa anhänglichen Zeloten das Land der Verwüstung Preisgegeben, aber kläglich geendet haben. — Auffallend ist, daß während der Verf. das Erech Millin Rapoports sehr fleißig berücksichtigt, er gerade eine der besten Bemerkungen darin übersieht, nämlich daß אטליז mit xaTaXva1gf Herberge, zu identificiren ist, womit S. 48 und Anm. 4, S. 101 und Anm. 2 zu berichtigen ist. — Unrichtig erklärt ist auch (S. 87 Anm. 5) דבלאי, das nichts mit dem griechischen Sijfiog zu schaffen hat — wonach der Verf. den so benannten Mischnahtractat auch immer Demoi schreibt —, sondern von דבלח scheinen, zweifelhaft sein, abzuleiten ist, woher ךבל(א)י zweifelhafte Frucht, d. h. solche, bei der es zweifelhaft ist, ob die Priester- und Levitengaben bereits von ihr abgeschieden sind. Wie der Verf. S. 117 Anm. 5 sagen kann, man sei ״fast einstimmig" in der Annahme, daß Elasar Kalir ״mindestens vor dem Schluffe des babhlonischen Thalmuds" gelebt habe, ist mir unbegreiflich; man ist vielmehr allgemein der Ueberzeugung, daß derselbe erst frühestens im 9. Jahrhundert gelebt. Was zu Gunsten jener Ansicht in ha- Vierteljahresschrift VII. 1. 5

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