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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1869-01-01 · 1 (1869) · p. Seite 61

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
7 (1869)
Issue
1 (1869)
Date
1869-01-01
Page
Seite 61 (sequence 64)
Language
German
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S. Sachs. Gabirol. 61 Jsmael, nicht mit Isaak vorgenommen worden, hätte auf mein: Was hat Mohammed re. S. 131 u. 133 ff. verwiesen werden müssen. Ebenso ist die Darlegung, daß in einem Gedichte Gabirols unter drei Freunden ein Achiah, nicht aber ein Salomo genannt wird, durch mich bereits genügend vollzogen (Gabirol S. 132 f. Anm. 56). Hr. S. verschweigt dies (S. 162 Anm.). Noch schlimmer geht es in dieser Beziehung bei der Biographie Gabirols, welche, wie es scheint, wenn auch vor der Ausgabe der Gedichte schon begonnen, doch bis jetzt noch nicht über drei Druckbogen hinauZgekommen und daher noch nicht veröffentlicht ist, von der mir jedoch eben die drei gedruckten Bogen durch die Güte des Hrn. S. bereits zugekommen. Es ist mir vollkommen unbegreiflich, wie Hr. S. so vollständig meinen Gabirol ignoriren konnte. Die Untersuchung, welche fast ausschließlich diesen Raum ausfüllt, bezieht sich auf das Geburtsjahr Gab.'s; Hr. S. glaubt mit der entschiedensten Evidenz nachgewiesen zu haben, dasselbe müsse 1020—1 gewesen sein; ebenso heißt es bei mir S. 38 kurz, er sei gegen 1020 geboren. Als Hauptquelle dient Hrn. S. ein Gedicht Gab.'s an Jeküthiel zu dessen Preise, worin er sich selbst als siebenzehnjährig bezeichnet. Dieses Gedicht ist von mir S. 119 ff. Anm. 29 wesentlich theils nach Handschriften, theils nach Conjectur berichtigt, und es würde der Arbeit des Hrn. S. sehr Wohl zu Statten gekommen sein, wenn er diese Berichtigungen beachtet hätte (man vergleiche nur seine ganz unpassende Lesart בערנות עזאזל mit der von mir belegten 'כעזנית ע). Ebenso unrichtig ist, aus diesem Gedichte den Schluß ziehen zu wollen, daß Gabirol auch mit Jekuthiel einmal zerfallen gewesen, wie Hr. S. thut (S. 28 ff.), vielmehr ist die Stelle aufzufassen, wie bei mir a. a. O. geschieht. Daß טפינו eine kühne Form für דטפנו ist (S. 7), ist gleichfalls bei mir schon S. 121 Anm. 30 zu lesen. Kurz die Jgnorirung meiner schon am Anfänge des vorigen Jahres verbreiteten Schrift bleibt unbegreiflich. Wir sehen übrigens der Fortsetzung und Vollendung beider Schriften entgegen, können jedoch nicht umhin das dringende Verlangen zu wiederholen, es möge der Werth derselben durch knappere Behandlung erhöht werden. 20. Oktober.

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