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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1869-01-01 · 1 (1869) · p. Seite 18

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
7 (1869)
Issue
1 (1869)
Date
1869-01-01
Page
Seite 18 (sequence 21)
Language
German
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18־ I. EltvaS über Glauben und Beten. Hr. Dr. I., dieselbe ist religiös durchaus unberechtigt, da auch der Orthodoxe den nicht ausschließen wird, der nicht glaubt, ״daß die Religion der Zukunft noch das Opfer haben werde". Allein von der Dignität der Opfer, d. h. von deren Werth in Vergangenheit und Zukunft ist die Rede, und der Orthodoxe hält sich an diesen vollen Begriff, er wird sich nicht mit schwächlichen Zugeständnissen befriedigen, dasselbe sei früher mit sühnender Kraft versehen gewesen, von Gott befohlen worden, aber die Verheißungen, daß es wieder hergestellt werde, seien lügenhaft. Was berechtigt Dich, so fragt er, für das Ganze, das ebenso die Vergangenheit wie die Zukunft umfaßt, mit einem Male die bloße künftige Erwartung zu setzen? wird er sich wirklich diese Subsistuirung gefallen lassen? — Doch gesetzt, er acccptirt vorläufig die Abschlagszahlung, die ihm demüthig von der Vermittelungstheologie angeboten wird, nun, so wird er auch auf die volle Einlösung derselben dringen. Also, wird er sagen, die Wiederherstellung der Opfer in der Zukunft wollen wir für den Augenblick außer der Erörterung lassen; aber der Glaube an ihre ״Dignität" in der Vergangenheit bleibt ein Dogma. Wer demnach diese Dignität leugnet, die sühnende Kraft derselben in der Vergangenheit in Abrede stellt, der hat sich von einem Dogma losgesagt, gehört nicht mehr dem Judenthum an. Also hinaus mit ihnen, mit den Einzelnen, wie mit den Theologen, die Solches zu behaupten sich erdreisten. Leiste uns hülfreiche Hand, daß wir die Opferleugner aus der Synagoge verdrängen, wahrlich ein noch gottgefälligeres Opfer als das der Farren! Hier haben wir einen Grund zur Scheidung, vollziehen wir sie! Vielleicht möchte Hr. Dr. I. jetzt die Geister bannen, die er wachgerufen; aber durch Unterschiebung wird es ihm nimmer gelingen. Ja oder Nein, fragt man ihn und verlangt ehrliche, unzweideutige Antwort! Ist der Theologe auszuschließen, der die Dignität der Opfer nicht anerkennt, ist das Gotteshaus als ein unjüdisches zu brandmarken, in welchem die Erwähnung der Opfer principiell ausgeschlossen wird, ja oder nein? Ihr ״Glaubensbestand" ist Herrn vr. I. zu leicht befunden worden, sie müssen sich, nach ihm, aufrichtig erklären: jetzt befinden wir uns außerhalb des Judenthums. Und wenn sie gewissenlos oder blödsichtig genug sind, dies nicht eingestehen oder nicht einsehen zu wollen, wie dann? Müssen sie nicht ausgcstoßen werden? Wie kann Herr vr. I. nun sagen, es sei, von seinem und von dem orthodoxen Standpunkte aus,

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