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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1869-01-01 · 1 (1869) · p. Seite 17

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
7 (1869)
Issue
1 (1869)
Date
1869-01-01
Page
Seite 17 (sequence 20)
Language
German
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Zu Schutz und Trutz. 17 die Bedingungen zu einer solchen ganz in Abrede zu stellen sich in Stand gesetzt glaubt, dem kundigen Juden, mag er im Uebrigen sich orthodox nennen, einreden will, ,daß er nach jüdischen Grundsätzen nicht berechtigt ist, denjenigen als nicht zum Judenthum gehörig zu betrachten, der nicht glaubt, daß die Religion der Zukunft noch das Opfer haben werde. ״Religion der Zukunft"! ist das, rust der Orthodoxe entrüstet, eine so in der Luft schwebende Aller- Weltsreligion? Ich glaube an die volle Restauration der ehemaligen Zustände in der ersehnten Zukunft, das ist ein echtes Dogma. Gerade in dem Urtheil über ״die Dignität der Opfer" ruht auch meine Zuversicht, daß die Wiederherstellung des Opferdienstes erwartet werden muß. Haben die Opfer eine sühnende Kraft, war der frühere Opferdienst ein angemessener Ausdruck des gesunden, durch die Offenbarung sanctionirten religiösen Gefühls gewesen, dann sind sie auch kein heidnischer Ueberrest, keine untergeordnete, damals noch nicht überwundene Stufe. Ist demnach die Dignität der Opfer ein Dogma, so genügt es nicht, daß eine dürftige Erwähnung der Opfer für die alte Zeit in dem Gebetbuch eine Stelle finde. Das Gebet ist volle gegenwärtige Empfindung, nicht verblichene alte Dogmatik; ich könnte mir weit eher gefallen lassen, wenn die Erinnerung an eine Vergangenheit, die keine Resultate für die Zukunft haben soll, weggelassen wird, als ich eine gläubige Zuversicht für die Zukunft entbehren kann; in Betreff des Urtheils über die Vergangenheit könnte ich mich weit eher bei dem alten Spruch beruhigen: rnn בואי דדלודז, wie es gewesen, so ist es gewesen, es sci darüber kein Streit zwischen uns! Allein meinen Zukunftsglauben lasse ich mir nicht antasten, darf ich mir nicht antasten und nicht abschwächen lassen, wenn ich nicht alle frohe Zuversicht verlieren soll. Doch verspüren wir diese Erörterung auf später! Hier handelt es sich uns um die künstliche Ersetzung eines Begriffes durch den andern. Oben war mit einem Male auf dem Wege von dem Vorderzum Nachsatze das ganze spätere religiöse Schristthum verloren gegangen; hier steht plötzlich für ein Dogma ein Ausdruck weit engeren Inhaltes. Dogmatische Streitigkeiten, hatte Herr vr. I. gesagt, führen zur Spaltung; die Frage über die ״Dignität der Opfer" ist dogmatischer Art, folglich könnte ein Streit darüber eine solche Spaltung im Gefolge haben. Doch nein! beruhigt sich Bierteljahresschrist VII. 1. Z

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