Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 6 (1868)
- Issue
- 4 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 306 (sequence 66)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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306 Aus Briefen. September werden selbst zwei Glieder der Allianz eine Jnspectionsreise im Norden Afrikas unternehmen . . . Der Bileam-Paulus wird wahrscheinlich durch den St. Paul von Ren.m in die weite Welt eingeführt werden. Dieser wird gegen Ende des Jahres erscheinen, R. hat die Idee sehr gefallen. 29. Juli . . . Mir ist ״die Sentenz bei Juden und Arabern" von S. Nascher zugekommen; ich habe blos in die offenen Seiten hineingesehen, da finde ich, daß S. 16 und 17 arabische Sentenzen mit jüdischen verglichen werden, die einem von Freylag benützten Codex entnommen find. In ihm hat ein Christ eben jene biblischen Sprüchwörter ins Arabische übersetzt; ist es da nicht erstaunlich, daß die Sätze stimmen? Frehtag im dritten Bande seiner Proverbia bezeichnet diesen Codex durch den Buchstaben G und verweist selbst bei den betreffenden Nummern auf die entsprechenden Vibelstellen hin. So ist S. 16 unter Nr. 4 der Spruch Spr. 11, 15 mit Prob. III, 2660 verglichen. Nun entspricht dem תוקעים im Arabischen ״Schlingen". Das ist Unsinn; Nasch, glaubt in einer Anm., man habe an ״ תוקעhängen" gedacht, wozu man eines geschlungenen Seiles bedürfe. Wenn demnach nach Hrn. N. hier eine Uebertragung vorliegt, warum spricht er dann von einem Uebergange dieser Sentenzen in den Islam und von ״einem Verluste, den sie an Duft erlitten"? sJch übergehe die weitere Conjectur meines geehrten Freundes, wonach er das arab. Wort corrigiren will; es ist richtig, die Uebersetzung ist nämlich offenbar nach der Vulgata (Hieronymus), welche, nach Anleitung von Symmachus und Theodotion, übersetzt: cavet laqueos. ©.] - Von Hrn. Dr. Zunz, Berlin, 28. August. Wenigstens 50 Autoren haben, was mich angeht sich gegen ihre Leser versündigt, da sie theils schweigend mich ausgeschrieben theils redend mich ignoriren. Zu letzteren gehört der Halberstädter Rabbiner Dr. Auerbach, der in seiner Geschichte der dortigen jüdischen Gemeinde behauptet, ich schriebe ״Mardechai". Er meint die Veitsche Bibelübersetzung; allein in allen meinen Büchern, seit A. 1822, ist nur Mordechai zu lesen: Mardechai in Ihrer Zeitsch. B. 4 S. 203 ist ein Druckversehen. Bald nachdem ich, älteren Autoritäten folgend, den Vater des Tobia genannt (gott. Vortr. S. 393), wußte ich den richtigen Namen Natronai, derselbe